Lebenshilfe Lüdenscheid

Referenten an der Universität Siegen:

4 Selbstvertreter der Lebenshilfe Lüdenscheid waren am

28.01.2019 zu Gast an der Uni Siegen, um dort einige unserer Projekte, u.a. das Peer Counseling und unser Büro für Leichte Sprache, vorzustellen.

Die Studierenden des Bereichs Sozialpädagogik waren sehr interessiert.

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Neujahrsempfang der Lebenshilfe Lüdenscheid am 20.012019

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Vatertag an Himmelfahrt am 25. Mai 2017:

Das ist einfach wunderbar.
Schon jetzt 2000 Gäste 😀
Alle Arbeiten mit.
Das ist Inklusion.
Das ist praktisch.

Davon können wir viel lernen.
Und es macht sehr viel Spaß 😊

Bitte mit machen nach machen und vorbei kommen.

– DEMOKRATIE –

Demokratie ist:

Oft mühsam, immer anstrengend

Aber, wir haben nichts besseres.

#Politikerbashing ist vollkommen unangebracht.

Öfter Danke sagen wäre besser:

Europäischer Protesttag Fortschrittliche Institutionen aktiv für Inklusion

Natürlich auch in Marburg:

#LebenshilfeMarburg #fibevMarburg #BettinavonArminSchuleMarburg #biMarburg #FAM und alle übrigen fortschrittlichen Institution sind aktiv:

Protesttag 05.05.2017

Die nächsten Schritte:

  • Aktion: Wir. Sprechen. Mit.  Des @LebenshilfewerkMarburgBiedenkopf_e.V.
  • Gefördert von @aktionmensch

Du großer Baumeister der Welten

Du großer Baumeister der Welten…
Du sagst Du zu mir, dass ist verheißen
Du dessen Name unaussprechlich ist
Du bietest an, dass wir Dich unser Vater nennen
Du der Du uns mit Deiner Gnade krönst
Du kommst zu uns wirst Mensch und Sohn
Ganz Gott ganz Vater bist
Als Mensch und Sohn
wird unser Leid und unsre Not nun auch zu Deiner Last
Die Du uns abgenommen hast

Der Kapitalismus ist totalitär

Der Kapitalismus ist tyrannisch und totalitär.

Eine Streitschrift von Hans-Martin Lohmann aus dem Jahre 1998

Auszüge:

„...Im Klartext heißt das, daß im erdölexportierenden Venezuela – wie übrigens zunehmend in den meisten kapitalistischen Ländern – der wachsende volkswirtschaftliche Reichtum sich in wenigen Händen konzentriert, während die Masse der Menschen in Armut und sozialem Elend lebt. 

Und es heißt, daß es der Kapitalismus selber ist, der Kriminalität erzeugt. 

Wer Kinder und Jugendliche nur noch als Konsumenten betrachtet und zum Objekt der Werbewirtschaft macht, sollte sich nicht wundern, daß die Adressaten der frohen Botschaft vom ungehemmten Konsum tatkräftig zur „Selbsthilfe“ greifen…..

Noam Chomskys am prestigeträchtigen Massachusetts Institute of Technology lehrender Sprachwissenschaftler, versucht den Widerspruch zu erklären, daß die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung zwar die Ansicht teilt, man müsse den Armen helfen, zugleich aber der Propaganda der herrschenden Industrie- und Politikeliten auf den Leim geht, die staatlichen Sozialhilfeprogramme müßten drastisch zurückgefahren werden.


Offenbar, so Chomskys Diagnose, gelingt es den tonangebenden Cliquen, die auch über die meisten Print- und AV-Medien verfügen, hervorragend, den Konkurrenzkampf zwischen den gesellschaftlichen Gruppen – etwa zwischen Arbeitsplatzbesitzern und Arbeitslosen oder zwischen der weißen und der farbigen Bevölkerung – zu schüren und die Tatsache zu verschleiern, daß die soziale Bedrohung, unter der sich inzwischen auch die amerikanische Mittelschicht duckt, nicht von Sozialhilfeempfängern, Asylanten und Obdachlosen kommt, sondern von den supranational operierenden Konzernen und dem frei vagabundierenden Spekulationskapital.


Und die Politik, so zitiert Chomsky John Dewey, vollzieht die Strategie des Kapitals bloß nach, sie ist der „Schatten, der von der Geschäftswelt über die Gesellschaft geworfen wird… .“


„Die Konzentration privater Wirtschaftsmacht sei, nicht nur in den USA so tyrannisch und so totalitär“ geworden, daß man nur wünschen könne, daß staatliche Politik aus dem Schatten von Industrie- und Kapitalinteressen heraustritt. Nebenbei macht Chomsky auf den, auch in Deutschland, notorischen Widerspruch aufmerksam, daß diejenigen, die am lautesten nach Privatisierung schreien, dieselben sind, die ungeniert staatliche Subventionen für private Wirtschaftsbereiche einklagen:


Ein großer Teil des amerikanischen Hochtechnologiesektors, praktisch der gesamte Pentagonkomplex, wird massiv durch Steuergelder gefördert, während die Profite natürlich strikt privatisiert werden nach dem Motto „Take from the needy and give to the greedy“.


Schließlich weist Chomsky auf die hierzulande ebenfalls nicht unbekannte Tatsache hin, daß der vulgäre Wirtschaftsliberalismus, der den Staat bloß noch als Investitionshemmnis betrachtet, dazu geführt hat, daß wichtige gesellschaftliche Güter wie das öffentliche Verkehrswesen oder die Post „dank“ ihrer Privatisierung nicht nur teurer, sondern auch in der Qualität schlechter geworden sind.
Man muß sich nur den Zustand der Deutschen Bahn oder der vormaligen Bundespost ansehen, um zu erkennen, daß Chomskys Kritik von schlagender Evidenz ist… .
„Es scheint, daß die von ihrem traditionellen Staatsverständnis, wonach der Staat nichts als eine gewaltige Repressionsmaschine ist, Abschied nehmen muß… .“ „…sieht den Kapitalismus, dem er „ökonomischen Totalitarismus“ attestiert, in seiner finalen Krise, die auch durch ökologisches Umdenken nicht aufzuhalten ist:


„Die Alternative, vor der das ökonomische System steht, heißt Todesurteil oder Gnadenfrist.

Entweder vollzieht die Warenzivilisation ihre eigene Vernichtung, indem sie diejenigen vernichtet, die sie erzeugt haben, oder sie erlischt mit dem letzten Mehrwert, der ihr durch die Wiederherstellung der Natur gewährt wird…. .“

„…Es stellt die alte Frage, die wir schon von Erich Fromm kennen: Haben oder Sein?… .

    Hans Martin Lohmann ✝


    Wer fromm ist, muss politisch sein!

    Dietrich Bonhoeffer:

    Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg) war ein lutherischer Theologe, profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt.

    Wer fromm ist, muss auch politisch sein. 

    Zitat: … Schon 1933 beschreibt Bonhoeffer drei Formen, in denen die Kirche ihre Verantwortung gegenüber dem Staat ausüben muss: 

    Sie stelle „erstens die an den Staat gerichtete Frage nach dem legitimen Charakter seines Handelns“. Das heiße „Verantwortlichmachung des Staates“. 

    Zweitens verrichte sie „den Dienst an den Opfern des Staatshandelns. Die Kirche ist den Opfern jeder Gesellschaftsordnung in unbedingter Weise verpflichtet, auch wenn sie nicht der christlichen Gemeinde angehören.“ 

    Die dritte Aufgabe der Kirche bestehe darin, „nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen.“

    Wer fromm ist, muss auch politisch sein: 

    So wie bei Bonhoeffer lassen sich die Aufgaben der Kirche gegenüber Staat und Öffentlichkeit auch heute zusammenfassen. 

    Die erste von Bonhoeffer genannte Aufgabe verstehen wir heute als Kultur der Einmischung. Wenn die Kirchen mit Denkschriften in die demokratische Zivilgesellschaft hineinsprechen, dann geht es genau um das, was Bonhoeffer als „Verantwortlichmachung des Staates“ bezeichnete. 

    Die zweite Aufgabe, der diakonische Dienst an den Bedürftigen, bleibt ohnehin. Dass er heute geleistet wird, zeigt sich, wenn etwa Gemeinden mit großer öffentlicher Zustimmung für den Schutz von Flüchtlingen eintreten. 

    Und die dritte Aufgabe? Was heißt dem Rad in die Speichen fallen? Für Bonhoeffer rückte dies zunehmend ins Zentrum seines Denkens und Handelns. Dass der Imperativ keineswegs nur in der Diktatur gilt, sondern auch in demokratischen Gesellschaften eine Option sein kann, zeigte schon in den frühen achtziger Jahren die Diskussion um gewaltfreien zivilen Ungehorsam gegen die Stationierung von Massenvernichtungswaffen… .


    Zitate von und über Dietrich Bonhoeffer:

    „Allein weil Gott ein armer, elender, unbekannter, erfolgloser Mensch wurde, und weil Gott sich von nun an allein in dieser Armut, im Kreuz, finden lassen will, darum kommen wir von dem Menschen und von der Welt nicht los, darum lieben wir die Brüder.“

    Dietrich Buxtehude

    Seit langer Zeit einer meiner Lieblingskomponisten.

    Dietrich Buxtehude

    Dieterich Buxtehude (* um 1637 wahrscheinlich in Helsingborg; † 9. Mai 1707 in Lübeck) war ein dänischdeutscher Organist und Komponist des Barocks. Bei seinem Vornamen ist auch die Form Dietrich geläufig.

    Hörproben:

    Fanfare und Choral:

    Membran Jesu Christi: 

    Heinrich Heine

    Heinrich Heine:

    Christian Johann Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 als Harry Heine in DüsseldorfHerzogtum Berg; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschenDichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts.

    Heine gilt als „letzter Dichter der Romantik“ und zugleich als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, EssayistSatiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Haltung wurde er von Antisemiten und Nationalisten über seinen Tod hinaus angefeindet. Die Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen Rezeptionsgeschichte.

    Zitate:

    „Dort wo man Bücher verbrennt, // verbrennt man auch am Ende Menschen.“

    „In meinem Hirne rumort es und knackt, ich glaube da wird ein Koffer gepackt, und mein Verstand reist ab – o wehe – noch früher als ich selber gehe.“

    „Anfangs wollt‘ ich fast verzagen, // Und ich glaubt‘, ich trüg es nie, // Und ich hab es doch getragen, // Aber frag mich nur nicht: wie?“ 

    „Ich bin’s gewohnt, den Kopf recht hoch zu tragen, // Mein Sinn ist auch ein bischen starr und zähe; // Wenn selbst der König mir ins Antlitz sähe, // Ich würde nicht die Augen niederschlagen.“

    „Fatal ist mir das Lumpenpack, // das, um die Herzen zu rühren, // den Patriotismus trägt zur Schau, // mit allen seinen Geschwüren.“ 

    „Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch, wir weben hinein den dreyfachen Fluch, wir weben, wir weben.“ – Die schlesischen Weber

    „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, / und küsse die Marketenderin! / Das ist die ganze Wissenschaft, / das ist der Bücher tiefster Sinn.“

    „Aus dem alten Testament springe ich manchmal ins Neue, und auch hier überschauert mich die Allmacht des großen Buches. Welchen heiligen Boden betritt hier dein Fuß! Bei dieser Lektüre sollte man die Schuhe ausziehen wie in der Nähe von Heiligtümern.“

    Zitat über Heinrich Heine:

    „Der Wohlklang, der Scharfsinn und der Stil – und damit ist schon charakterisiert, was Heines bahnbrechendes Werk von beinahe allen seinen Vorgängern und beinahe allen seinen Nachfolgern unterscheidet. […]. Ihm ist geglückt, was Europa den Deutschen kaum mehr zutraute: ein Stück Weltliteratur in deutscher Sprache.“ – Marcel Reich-Ranicki


    Denk ich an „Amerika“ in der Nacht..

    Denk ich an „Amerika“ in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht… !

    Frei nach Heinrich Heine: Nachtgedanken

    Pinchas Lapide

    Pinchas Lapide (* 28. November 1922 in Wien; † 23. Oktober 1997 in Frankfurt am Main) war ein jüdischer Religionswissenschaftler. Auf christlicher Seite wurden seine Kenntnis des Neuen Testaments und sein Engagement für den christlich-jüdischen Dialog geschätzt.

    Dr. Pinchas Lapide emigirierte 1940 nach Israel. Von 1951-1961 wurde er Diplomat und Leiter des Staatlichen Presseamtes in Jerusalem. Er veröffentlichte mit seiner Frau zahlreiche Bücher zu Problemen des Neuen Testaments und zum jüdisch-christlichen Dialog. 1994 wurde ihm die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt verliehen. 1997 starb er nach langer Krankheit.

    Buchempfehlung:

    Der  Psychotherapeut  V. E. Frankl  und der  jüdische Theologe P. Lapide gestalteten  1984  in Wien einen interdisziplinären  Dialog über  Heil  und Heilung  des  Menschen, der  bislang unveröffentlicht blieb.  

    Der  besondere  Reiz  dieses  Bandes  liegt in  dem  Bestreben  der  beiden  Autoren, sich  ganz für  die  Perspektive  der jeweils  anderen  Disziplin  zu  öffnen und  ihr  Wissen  ausschließlich  in  den Dienst  der  Suche  nach  Wahrheit  zu stellen.   

    Dabei  begegnen  sich  die beiden praktizierenden Juden  immer wieder auf  dem  Boden  ihrer persönlichen religiösen  Erfahrung  und in  Bezug  auf prägende, lebensgeschichtliche Ereignisse  wie dem Holocaust.

    Fundamentale,  existentielle Fragestellungen  wie  Leid  und  Schuld aber  auch  Liebe  und  Lebenssinn kommen  hier  in beeindruckender  Tiefe zur  Sprache.