Gott ist treu
Andacht in Leichter Sprache
Allianz-Gebetswoche 2026 – Abschlussgottesdienst
08. März 2026
1. Gott ist nicht neutral
Mein Mund erzählt jeden Tag von Gottes Hilfe. – Psalm 71,15
Begleitheft AGW 2026:
„Treue-Botschafter sollen und dürfen wir sein. Durch unser Leben in erster Linie, aber auch durch das mündliche Zeugnis.“
Das stimmt.
Aber: Treue zu wem?
Gott ist nicht neutral.
Mose befreit die Sklaven.
Die Propheten kämpfen für Arme.
Maria singt: Gott stürzt die Mächtigen vom Thron.
Gottes Treue gilt den Unterdrückten.
Das ist unsere Botschaft.
Vgl. arminherzberger.com: „Gott ist kein Eigentum“
2. Vom Stuhl zum Tisch
Die Liebe von Jesus drängt uns. – 2. Korinther 5,14
Begleitheft AGW 2026:
„Wie erlebe ich konkret Zeichen von Gottes Treue? Wie kann ich mutiger werden, die Botschaft weiterzugeben?“
Eine konkrete Antwort:
Manche Menschen hören:
„Für dich ist kein Stuhl mehr da.“
Gottes Treue sagt das Gegenteil:
Du gehörst dazu.
Es ist Platz für dich.
Am Netphener Tisch sehen wir das:
Menschen mit Behinderung decken selbst den Tisch.
Sie sind nicht nur Empfänger.
Sie geben.
Das ist Gottes Treue – sichtbar.
Vgl. arminherzberger.com: „Vom weggenommenen Stuhl zum gedeckten Tisch“
3. Unsere Botschaft: Die Welt kann anders sein
Geht in die Welt. Ich bin bei euch – jeden Tag. – Matthäus 28,19-20
Begleitheft AGW 2026:
„Regelmäßige Fürbitte ist ein starker Ausdruck von Treue: Wofür willst du immer wieder beten?“
Ja – und mehr als beten.
Kirche von unten bedeutet:
Wir fangen selbst an.
Wir stehen auf für andere.
Wir schweigen nicht.
Denn: Schweigen macht schuldig.
(Bonhoeffer)
Das ist unsere Botschaft für die Welt.
Vgl. arminherzberger.com: „Kirche von unten – braucht Mut“
Gebet
Gott,
du hast die Welt nicht so gewollt, wie sie ist.
Du willst, dass alle satt werden.
Du willst, dass alle Würde haben.
Du willst, dass Tische gedeckt werden – für alle.
Mach uns zu Zeugen deiner Treue.
Nicht nur im Gebet.
Sondern im Aufstehen.
Im Nicht-Schweigen.
Du bist treu.
Hilf uns, es auch zu sein.
Amen.
Kategorie: Bonhoeffer
„Sorget euch um nichts…“
„Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage
betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!“ (Phil 4,6)
Eine kurze Zusammenfassung:
In dieser Andacht teilt Pfarrerin Tatjana Frenzel des Nachbarschaftsraumes der evangelischen Kirchengemeinden Breidebach ihre Gedanken über den Glauben in schwierigen Zeiten.
Sie beginnt mit einem Vers aus dem Philipperbrief, der dazu auffordert, sich keine Sorgen zu machen, sondern alles im Gebet vor Gott zu bringen . Tatjana Frenzel gibt zu, dass dies angesichts der aktuellen Weltlage nicht einfach ist .
Sie erzählt, wie sie sich an den Theologen Karl Barth erinnert, der in den 1930er Jahren die Gemeinden ermutigte, sich auf Christus und das Evangelium zu konzentrieren, unabhängig von den äußeren Umständen.
Karl Barth betonte, dass Gott treu ist und sich nichts ändert, wenn sich die Lage ändert
Trotz der Dunkelheit der Welt bleibt die Autorin optimistisch und betont die Wichtigkeit des Gebets als Verbindung zu Gott, um Trost und Unterstützung in schwierigen Zeiten zu finden.
Karl Barth Zitate
Tatjana Frenzel erinnert sich an einen Hoffnungssatz von Barth:
„Es wird regiert, von ganz oben her!“
Er ermutigt die Leser, ihre Sorgen im Gebet abzugeben und auf ein Zeichen Gottes zu warten .
Am Ende wünscht die Autorin den Lesern, dass sie ihre Sorgen loslassen und optimistisch in die Zukunft blicken können.
Die Andacht im Original mit freundlicher Genehmigung von Tatjana Frenzel
Liebe Hinterländer Christen
Liebe Hinterländer Christen Teil 2
Liebe Hinterländer Christen Teil 3
Bunt wie das Leben
Warum ich blogge
Bunt wie das Leben
http://www.arminherzberger.com



Liebe Hinterländer Christen Teil 2
Aus aktuellem Anlass melde ich mich erneut
Dies ist ein Blogbeitrag der allein meine eigene Meinung abbildet. Mein ehrenamtliches kirchliches Engagement ist davon ausdrücklich ausgenommen.
Wer fromm ist muss auch politisch sein:
So wie bei Bonhoeffer lassen sich die Aufgaben der Kirche gegenüber Staat und Öffentlichkeit auch heute zusammenfassen.
Die erste von Bonhoeffer genannte Aufgabe verstehen wir heute als Kultur der Einmischung. Wenn die Kirchen mit Denkschriften in die demokratische Zivilgesellschaft hineinsprechen, dann geht es genau um das, was Bonhoeffer als „Verantwortlichmachung des Staates“ bezeichnete.
Die zweite Aufgabe, der diakonische Dienst an den Bedürftigen, bleibt ohnehin. Dass er heute geleistet wird, zeigt sich, wenn etwa Gemeinden mit großer öffentlicher Zustimmung für den Schutz von Flüchtlingen eintreten.
Und die dritte Aufgabe? Was heißt dem Rad in die Speichen fallen? Für Bonhoeffer rückte dies zunehmend ins Zentrum seines Denkens und Handelns. Dass der Imperativ keineswegs nur in der Diktatur gilt, sondern auch in demokratischen Gesellschaften eine Option sein kann, zeigte schon in den frühen achtziger Jahren die Diskussion um gewaltfreien zivilen Ungehorsam gegen die Stationierung von Massenvernichtungswaffen… .
Zum Schluss ein Zitat von D. Bonhoeffer
„Allein weil Gott ein armer, elender, unbekannter, erfolgloser Mensch wurde, und weil Gott sich von nun an allein in dieser Armut, im Kreuz, finden lassen will, darum kommen wir von dem Menschen und von der Welt nicht los, darum lieben wir die Brüder.“
Liebe Hinterländer Christen
Gerne würde ich das Thema mit Euch weiter diskutieren.
Geschwisterliche Grüße sendet Euch
Armin Herzberger
Zum Gedächtnis an Herrn Ginsterburg Religionslehrer
Welcher Lehrer hat dich am meisten beeinflusst? Warum?
Aus der Erzählung Pudingabitur.
Mein Spitzname ist:
ORRE
Diese Geschichte ist meinem Religionslehrer gewidmet. Ein aufrechter Humanist RiP, leider oft verkannt und verlacht .

Wer fromm ist muss auch politisch sein
„Wer fromm ist muß auch politisch sein.
Allein weil Gott ein armer, elender, unbekannter, erfolgloser Mensch wurde, und weil Gott sich von nun an allein in dieser Armut, im Kreuz, finden lassen will, darum kommen wir von dem Menschen und von der Welt nicht los, darum lieben wir die Brüder.“
Dietrich Bonhoeffer
So wie bei Bonhoeffer lassen sich die Aufgaben der Kirche gegenüber Staat und Öffentlichkeit auch heute zusammenfassen.
- Die erste von Bonhoeffer genannte Aufgabe verstehen wir heute als Kultur der Einmischung. Wenn die Kirchen mit Denkschriften in die demokratische Zivilgesellschaft hineinsprechen, dann geht es genau um das, was Bonhoeffer als „Verantwortlichmachung des Staates“ bezeichnete.
- Die zweite Aufgabe, der diakonische Dienst an den Bedürftigen, bleibt ohnehin. Dass er heute geleistet wird, zeigt sich, wenn etwa Gemeinden mit großer öffentlicher Zustimmung für den Schutz von Flüchtlingen eintreten.
- Und die dritte Aufgabe? Was heißt dem Rad in die Speichen fallen? Für Bonhoeffer rückte dies zunehmend ins Zentrum seines Denkens und Handelns. Dass der Imperativ keineswegs nur in der Diktatur gilt, sondern auch in demokratischen Gesellschaften eine Option sein kann, zeigte schon in den frühen achtziger Jahren die Diskussion um gewaltfreien zivilen Ungehorsam gegen die Stationierung von Massenvernichtungswaffen… .
Gerne würde ich das Thema mit Euch weiter diskutieren.
Ich hoffe auf einen regen Austausch auf
Facebook oder auf Twitter
Österliche Grüße
Liebe Hinterländer Christen
Mit dem nötigen Respekt, ein paar Zeilen an Euch.
Kritische Zeilen, deren Inhalt aber keine Respektlosigkeiten gegenüber Euch enthalten sollen.
Eurer Facebook Name gefällt mir nicht.
Hinterländer Christen, mit Verlaub das klingt nach Anmaßung. Schließt es doch andere Menschen die sich ebenfalls Christen nennen, aus.
Besser solltet Ihr euch z.B.:
Christen aus dem Hinterland
nennen.
Das klingt einladender für diejenigen die Eure Seite gerne lesen und vielleicht auch „Freunde“ werden wollen.
Ja ich weiß.
Das klingt nach Besserwisserei.
Ja kann sein.
Hinzu kommt:
Es gibt sie so auch nicht, die Hinterländer Christen.
- Vielmehr gibt viele Menschen christlichen Glaubens hier im Hinterland. Ja das stimmt. Und das ist gut so. Und ich, mit Verlaub zähle ebenfalls dazu.
- Aber ich bin kein Hinterländer Christ. Obwohl ich mein ganzes Leben schon hier lebe. Und lebe gerne hier.
- Folgt man diesem Gedankengang hat diese Bezeichnung, mit Sicherheit nicht beabsichtigt, eine ausgrenzende Tendenz.
- Das kann nicht Eure Absicht sein.
Vielmehr ist doch folgendes zu bedenken:
- Formen des Glaubens, die einen alleinigen Geltungsanspruch für sich haben und daraus einen Missionsanspruch geltend machen, geraten auf ein gefährliches Pflaster.
- Ein so gearteter Alleinvertretungs-anspruch auf die existenziellen Fragen des Lebens, führt fast immer dazu andersdenkende Mitmenschen auszugrenzen, zu Ächten, zu kränken, zu verfolgen, letztlich zu bekriegen und grausam zu ermorden.
- In der Vergangenheit und auch heute noch.
Was wir in diesem Kontext von unseren jüdischen Glaubensgeschwistern lernen können:
- Der jüdische Glauben ist die Wurzel und die Grundlage aller montheistischen Religionen:
- Christentum vor 2000 Jahren entstanden und,
- 500 Jahre später der Islam, wären ohne das Judentum und die jüdisch rabinische Glaubenslehre erst gar nicht entstanden.
- Die Glaubenslehre der Rabbinnen kennt keine Aufforderung an das Volk Israel den Glauben durch missionieren weiter zu verbreiten.
- Somit erhebt sie auch nicht den Anspruch im Besitz einer alleingültigen Glaubenslehre zu sein die es zu verbreiten gelte.
- Im Gegenteil: Das heilige Buch der Juden, der Tanach, wir nennen es das alte Testament, wird seit Jahrtausenden immer wieder einem kritischen Diskurs unterzogen der mit Leidenschaft aber auch mit nüchternem Verstand geführt wird.
- Nur so konnte sich die jüdische Glaubenslehre überhaupt trotz ständiger Repressalien, Verfolgungen und, vor allem durch Christen angerichtete Pogrome überleben und sich entscheidend weiter entwickeln.
- Es ist an der Zeit, daß wir Christen den Missionsgedanken weiter entwickeln.
- So wie Jesus den Armen und Kranken Trost und Hilfe anbot und ihnen damit zur Umkehr aufrief.
Daraus folgt für mich jedenfalls:
Wer fromm ist muss auch politisch sein:
So wie bei Bonhoeffer lassen sich die Aufgaben der Kirche gegenüber Staat und Öffentlichkeit auch heute zusammenfassen.
- Die erste von Bonhoeffer genannte Aufgabe verstehen wir heute als Kultur der Einmischung. Wenn die Kirchen mit Denkschriften in die demokratische Zivilgesellschaft hineinsprechen, dann geht es genau um das, was Bonhoeffer als „Verantwortlichmachung des Staates“ bezeichnete.
- Die zweite Aufgabe, der diakonische Dienst an den Bedürftigen, bleibt ohnehin. Dass er heute geleistet wird, zeigt sich, wenn etwa Gemeinden mit großer öffentlicher Zustimmung für den Schutz von Flüchtlingen eintreten.
- Und die dritte Aufgabe? Was heißt dem Rad in die Speichen fallen? Für Bonhoeffer rückte dies zunehmend ins Zentrum seines Denkens und Handelns. Dass der Imperativ keineswegs nur in der Diktatur gilt, sondern auch in demokratischen Gesellschaften eine Option sein kann, zeigte schon in den frühen achtziger Jahren die Diskussion um gewaltfreien zivilen Ungehorsam gegen die Stationierung von Massenvernichtungswaffen… .
Zum Schluss ein Zitat von D. Bonhoeffer
„Allein weil Gott ein armer, elender, unbekannter, erfolgloser Mensch wurde, und weil Gott sich von nun an allein in dieser Armut, im Kreuz, finden lassen will, darum kommen wir von dem Menschen und von der Welt nicht los, darum lieben wir die Brüder.“
Gerne würde ich das Thema mit Euch weiter diskutieren.
Ich hoffe auf einen regen Austausch.
Danke
Geschwisterliche Grüße sendet Euch
Armin Herzberger


