Eine Streitschrift Das Narrativ zum Thema Inklusion, bürgerschaftlichen Engagement von mir entwickelt im Jahre 2011 mit dem Ziel des Paradigmenwechsels in der SA SP am Beispiel der Behindertenhilfe.
Das Ziel: Sozialarbeit und Sozialpädagogik als bürgerrechtliche Aufgabe.
„Von der Nationalversammlung am 26. August 1789 beschlossen, ist sie die erste Menschenrechtserklärung Europas. Sie umfasst (nach der Einleitung) 17 Artikel. Grundlegende Menschenrechte, wie das Recht auf Freiheit, Eigentum, Sicherheit und das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung sind dort festgeschrieben. Aber auch, dass jeder Mensch gleich viel gilt, besonders vor dem Gesetz und dem Recht. Weil sie die von Montesquieu geforderte Gewaltenteilung mit einschließt, gilt sie als Grundlagentext für die Demokratie und Freiheit in Frankreich – übrigens bis heute: Auch in der aktuell gültigen Verfassung Frankreichs wird die Menschenrechtserklärung von 1789 in der Einleitung (= Präambel) erwähnt. Einziger Wermutstropfen: Damals galten die Rechte noch nicht für Frauen.“
Ja, es gibt viele religiöse Überzeugungen, die einen strafenden Gott beschreiben.
In der hebräischen Bibel gibt es jedoch nicht einmal ein Wort für “Strafe”
1. Der Glaube an einen strafenden Gott hat sich im Laufe der Geschichte des Judentums und des Christentums verschoben. Heutzutage glauben viele Christen nicht mehr an einen strafenden Gott, da sie auf der Basis des Neuen Testaments stehen
2. Die Vorstellung von einem strafenden Gott, der der Menschheit die Quittung für Fehlverhalten präsentiert, ist für viele Menschen jedoch immer noch relevant.
Vortrag vom August 2018 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer:
Gibt es einen strafenden Gott
Gott sieht alles, weiß alles, und wenn sich jemand danebenbenimmt, kommt der alte Mann mit dem weißen Bart und bestraft den bösen Sünder. So stellen sich immer noch viele (Nicht-)Christen das Verhältnis zwischen Gott und Menschen vor.
Dabei gibt es in der hebräischen Bibel nicht einmal ein Wort für »Strafe«. Denn Gottes Job ist es nicht, den Menschen durch drastische Strafen zu einem besseren Wesen zu erziehen. Warum glauben dann so viele an einen strafenden Gott?
Siegfried Zimmer klärt auf, wie sich das Verständnis von Sünde und Konsequenz im Laufe der Geschichte des Juden- und Christentums verschoben hat. Er erklärt, was wirklich die Folge von Sünde ist. Und warum nicht einmal das Weltgericht am Ende aller Zeiten etwas mit Strafe zu tun hat.
Wenn du eine historische Persönlichkeit treffen könntest, wer wäre das und warum?
„Wir wollen Demokratie wagen“ (Willy Brandt)
Kniefall vor dem Mahnmal des Warschauer Ghettos
So aktuell wie nie:
„Die Disziplin des Dritten Reiches ist Kriechertum und keine Freiheit. Der Antisemitismus und die nationale Hetzpropaganda sind Beschränkung und keine geistige Weite. Der Faschismus ist geistige Sklaverei.“ Willy Brandt, April/Mai 1933
Fontane ist mit Abstand einer meiner Lieblingsautoren. Das gilt nicht nur für Effi Briest
„Der Stechlin“ von „Theodor Fontane“ ist ein klassisches Beispiel für einen „Gesellschaftsroman“ oder einen Roman der Gesellschaft.
Es ist eine Geschichte, die sich um das Leben der Menschen in der kleinen Stadt Stechlin, ihre Beziehungen und ihre Interaktionen miteinander dreht.
Der Roman spielt im späten 19. Jahrhundert und untersucht die Themen sozialer Wandel, Modernisierung und den Konflikt zwischen Tradition und Fortschritt. Einer Stirbt zwei Heiraten Obwohl es wahr ist, dass der Roman nicht actionreich ist, ist er nicht dazu gedacht. Stattdessen ist es eine charaktergetriebene Geschichte, die sich auf das Innenleben der Charaktere und ihre Kämpfe konzentriert, um mit den Veränderungen um sie herum zurechtzukommen. Der Roman ist eine subtile und nuancierteErkundung der menschlichen Bedingung und der Komplexität sozialer Interaktion.
Mensch gedenke des Menschen“ Jährliches Seminar mit Student: innen der #UniversitätSiegen“ in der Mordanstalt Hadamar „Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch “ Brecht
Blick auf die Mordanstalt Hadamar. Jeder konnte sehen, was da geschah.
Innerhalb von 7 Monaten wurden hier mehr als 10.000 behinderte Menschen vergast.
Im Bildhintergrund der rauchende Schornstein des Verbrennungsofens.
Der Verbrennungsofen war während dieser Zeit 24 Stunden in Betrieb.
Anwohner beschwerten sich über die „Geruchsbelästigung“
Wie viel würdest du bezahlen, um zum Mond zu fliegen?
Zum Mond zu fliegen ist nicht notwendig.
Lies das folgende Gedicht von Karl Enslin.
Dort erfährst Du mehr über den Zauber des Mondes.
Kostet auch nichts, nur ein wenig Hirnschmalz und Empathie.
Das Wahre das Wichtige kannst Du nicht bezahlen.
Es wird Dir geschenkt
Vincent Willem van Gogh Geboren am 30. März 1853
Guter Mond, du gehst so stille Guter Mond, du gehst so stille Durch die Abendwolken hin; Deines Schöpfers weiser Wille Hieß auf jener Bahn dich ziehn. Leuchte freundlich jedem Müden In das stille Kämmerlein! Und dein Schimmer gieße Frieden Ins bedrängte Herz hinein!
Guter Mond, du wandelst leise An dem blauen Himmelszelt, Wo dich Gott zu seinem Preise Hat als Leuchte hingestellt. Blicke traulich zu uns nieder Durch die Nacht auf’s Erdenrund! Als ein treuer Menschenhüter Thust du Gottes Liebe kund!
Guter Mond, so sanft und milde Glänzest du im Sternenmeer, Wallest in dem Lichtgefilde Hehr und feierlich einher. Menschentröster, Gottesbote, Der auf Friedenswolken thront: Zu dem schönsten Morgenrothe Führst du uns, o guter Mond!
Niemals dürfen wir vergessen, wie dieser Krieg an einem Samstagmorgen begann. An einem Samstag, an dem so viele Juden ermordet wurden, wie an keinem Tag seit der Schoa“
Welche Lektion hättest du gerne früher im Leben gelernt:
„Geld entfremdet den Menschen von dem was wirklich wichtig ist.“
Die Entfremdung des Menschen durch Geld ist ein weiteres Thema, das Karl Marx in seinen ökonomisch-philosophischen Manuskripten behandelt hat.
Er argumentierte, dass das Geld das entfremdete Wesen des Daseins sei, das die Menschen beherrsche, das diese zu allem Übel auch noch anbeteten³.
Er sah das Geld als eine universelle Ware, die alle anderen Waren vermittelt und ihnen ihren Wert gibt.
Er kritisierte, dass die Menschen durch das Geld ihre natürlichen und gesellschaftlichen Beziehungen verloren und sich nur noch auf den Tauschwert ihrer Arbeit reduzierten. Er schrieb:
> Das Geld ist der veräußerte Geist der Menschenarbeit und des menschlichen Daseins, und dieser fremde Geist beherrscht sie, und sie beten ihn an.⁴
Für Marx war die Entfremdung durch Geld eine Folge der kapitalistischen Produktionsweise, die die Arbeit zu einer Ware machte und den Mehrwert als das Ziel des Kapitals ansah.
Er glaubte, dass nur eine Veränderung der Besitz- und Produktionsverhältnisse einen Ausgang aus dieser Situation bieten könnte.
Er forderte eine Revolution der Arbeiterklasse, die das Kapital abschaffen und eine kommunistische Gesellschaft aufbauen sollte, in der die Menschen frei von Entfremdung leben könnten.
Hassrede und Populisten gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Anlässe für Unzufriedenheit mit der Politik gibt es viele. Unseren Ärger über Politikerinnen und Politiker können wir in der Familie, im Kollegenkreis oder am sprichwörtlichen Stammtisch loswerden. Noch befriedigender sind – je nach Anspruchsniveau – Büttenreden, Politikerwitze oder bissige Satire.
Manche Menschen bevorzugen soziale Medien mit asozialen Inhalten, gewürzt mit Pauschalisierung, Verachtung, Menschenfeindlichkeit und Hass als Kontrast zu klassischer politischer Kommunikation.
Populisten vereinnahmen die verbreitete Unzufriedenheit mit drastischen Hinweisen auf Fehlentwicklungen und Machtmissbrauch, mit vereinfachend erklärenden Slogans für komplexe Problemlagen, mit Fakenews und mit Social-Media-Vorbildern moralischer Hemmungslosigkeit.
Verhindert herabsetzender Humor Protest? Die Reaktionen des Publikums reichen von bewundernder Anerkennung für pfiffig-satirische Wortspiele über schenkelklopfende Begeisterung für Stammtischparolen bis hin zu klammheimlicher Schadenfreude über vulgäre Politikerbeschimpfungen und menschenverachtenden Humor.
In extrem unappetitlichen Fällen bis hin zu Ekelreaktionen, wenn beispielsweise Kriegsverbrechen und Vergewaltigungen als unvermeidlich verharmlost werden.
Die politisch-psychologische Forschung konnte noch nicht endgültig klären, inwieweit herabsetzender Humor negative Haltungen gegenüber Politikern verstärkt oder aber als Ventil für Unzufriedenheiten dient und sogar Protestpotenzial abbaut.
Beides ist nämlich möglich, es kommt auf die Dosierung an, aber auch auf die Grundhaltung der Adressaten.
Autoritäre Systeme unterscheiden sich darin, ob sie in panischen Selbstzweifeln jede Kritik als Zersetzungspotenzial rabiat unterdrücken oder aber politisches Kabarett – wenn auch mit intensiver Zensur – als Unzufriedenheitsventil nutzen.
Populismus hat Folgen – sozial wie politisch:
In etablierten Demokratien haben Populisten keine Chance? Weit gefehlt:
Das hatte man in den USA und Großbritannien auch gedacht. Brasilien, Polen und Ungarn hatte man für resilient gehalten! Trump, Berlusconi und Johnson werden nicht mehr belustigt als Politclowns verharmlost, seit sie Mehrheiten errungen, Gesellschaften gespalten und Zerreißproben für Staatengemeinschaften provoziert haben.
Hassmedien, Populismus und deren Verquickung dürfen auch bei uns nicht mehr achselzuckend bagatellisiert werden.
Man kann sich wie im Kindergarten über Kraft- und Fäkalausdrücke amüsieren, geschliffene Rhetorik bewundern, die unfreiwillige Satire von naiven Ethno- und Egozentrikern belächeln und die Fantasiewelt „alternativer Fakten“ bestaunen.
Jedoch darf man wdie Augen vor den sozialen und politischen Kosten des gepflegten Populismus nicht verschließen:
Verrohung der Alltagssprache, Spaltung der Gesellschaft in geradlinig und verquer Denkende, krude Verschwörungsfantasien, Simplifizierung von Weltbildern, Schwarz-Weiß-Malerei, Bildungs- und Wissenschaftsfeindlichkeit.