Geld entfremdet den Menschen von sich selbst

Welche Lektion hättest du gerne früher im Leben gelernt:

„Geld entfremdet den Menschen von dem was wirklich wichtig ist.“

Die Entfremdung des Menschen durch Geld ist ein weiteres Thema, das Karl Marx in seinen ökonomisch-philosophischen Manuskripten behandelt hat.

Er argumentierte, dass das Geld das entfremdete Wesen des Daseins sei, das die Menschen beherrsche, das diese zu allem Übel auch noch anbeteten³.

Er sah das Geld als eine universelle Ware, die alle anderen Waren vermittelt und ihnen ihren Wert gibt.

Er kritisierte, dass die Menschen durch das Geld ihre natürlichen und gesellschaftlichen Beziehungen verloren und sich nur noch auf den Tauschwert ihrer Arbeit reduzierten. Er schrieb:

> Das Geld ist der veräußerte Geist der Menschenarbeit und des menschlichen Daseins, und dieser fremde Geist beherrscht sie, und sie beten ihn an.⁴

Für Marx war die Entfremdung durch Geld eine Folge der kapitalistischen Produktionsweise, die die Arbeit zu einer Ware machte und den Mehrwert als das Ziel des Kapitals ansah.

Er glaubte, dass nur eine Veränderung der Besitz- und Produktionsverhältnisse einen Ausgang aus dieser Situation bieten könnte.

Er forderte eine Revolution der Arbeiterklasse, die das Kapital abschaffen und eine kommunistische Gesellschaft aufbauen sollte, in der die Menschen frei von Entfremdung leben könnten.

Quelle:
(1) Menschen – Entfremdung? (Psychologie, Geld, Religion) – Gutefrage. https://www.gutefrage.net/frage/menschen—entfremdung.
(2) Der Entfremdungsbegriff bei Karl Marx – Patrick Weber. https://www.patrickweber.info/wp-content/uploads/2014/02/KarlMarx_Entfremdung.pdf.
(3) Karl Marx und die Entfremdung des Menschen – fu-berlin.de. https://blogs.fu-berlin.de/menschenbilder/2017/12/19/karl-marx-und-die-entfremdung-des-menschen/.
(4) Entfremdung – Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Entfremdung.

Herbert Marcuse: Zur Theorie der Entfernung des Menschen im Spätkapitalismus
Herbert Marcuse

Zusammengestellt mit Hilfe von KI

Hatte Karl Marx recht?

Was ist Wahrheit? Wo gehen wir hin?

Populismus bedroht die Demokratie

Hegst du einen Groll? Wogegen?

Ja, seit Jahren. Leider immer heftiger:

Hassrede und Populisten gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt.


Anlässe für Unzufriedenheit mit der Politik gibt es viele. Unseren Ärger über Politikerinnen und Politiker können wir in der Familie, im Kollegenkreis oder am sprichwörtlichen Stammtisch loswerden. Noch befriedigender sind – je nach Anspruchsniveau – Büttenreden, Politikerwitze oder bissige Satire.

Manche Menschen bevorzugen soziale Medien mit asozialen Inhalten, gewürzt mit Pauschalisierung, Verachtung, Menschenfeindlichkeit und Hass als Kontrast zu klassischer politischer Kommunikation.

Populisten vereinnahmen die verbreitete Unzufriedenheit mit drastischen Hinweisen auf Fehlentwicklungen und Machtmissbrauch, mit vereinfachend erklärenden Slogans für komplexe Problemlagen, mit Fakenews und mit Social-Media-Vorbildern moralischer Hemmungslosigkeit.

Verhindert herabsetzender Humor Protest?
Die Reaktionen des Publikums reichen von bewundernder Anerkennung für pfiffig-satirische Wortspiele über schenkelklopfende Begeisterung für Stammtischparolen bis hin zu klammheimlicher Schadenfreude über vulgäre Politikerbeschimpfungen und menschenverachtenden Humor.

In extrem unappetitlichen Fällen bis hin zu Ekelreaktionen, wenn beispielsweise Kriegsverbrechen und Vergewaltigungen als unvermeidlich verharmlost werden.

Die politisch-psychologische Forschung konnte noch nicht endgültig klären, inwieweit herabsetzender Humor negative Haltungen gegenüber Politikern verstärkt oder aber als Ventil für Unzufriedenheiten dient und sogar Protestpotenzial abbaut.

Beides ist näm­lich möglich, es kommt auf die Dosierung an, aber auch auf die Grundhaltung der Adressaten.

Autoritäre Systeme unterscheiden sich darin, ob sie in panischen Selbstzweifeln jede Kritik als Zersetzungspotenzial rabiat unterdrücken oder aber politisches Kabarett – wenn auch mit intensiver Zensur – als Unzufriedenheitsventil nutzen.

Populismus hat Folgen – sozial wie politisch:

In etablierten Demokratien haben Populisten keine Chance? Weit gefehlt:

Das hatte man in den USA und Großbritannien auch gedacht. Brasilien, Polen und Ungarn hatte man für resilient gehalten! Trump, Berlusconi und Johnson werden nicht mehr belustigt als Politclowns verharmlost, seit sie Mehrheiten errungen, Gesellschaften gespalten und Zerreißproben für Staatengemeinschaften provoziert haben.

Hassmedien, Populismus und deren Verquickung dürfen auch bei uns nicht mehr achselzuckend bagatellisiert werden.

Man kann sich wie im Kindergarten über Kraft- und Fäkalausdrücke amüsieren, geschliffene Rhetorik bewundern, die unfreiwillige Satire von naiven Ethno- und Egozentrikern belächeln und die Fantasiewelt „alternativer Fakten“ bestaunen.

Jedoch darf man wdie Augen vor den sozialen und politischen Kosten des gepflegten Populismus nicht verschließen:

Verrohung der Alltagssprache, Spaltung der Gesellschaft in geradlinig und verquer Denkende, krude Verschwörungsfantasien, Simplifizierung von Weltbildern, Schwarz-Weiß-Malerei, Bildungs- und Wissenschaftsfeindlichkeit.

Populismus muß ernstgenommen werden.

Dem entgegen zu treten ist Bürgerpflicht.

Erstellt nach Lektüre eines Beitrags von

Prof. Dr. Siegfried Preiser Berlin

Platon: Der Schatten an der Wand

Beschreibe dein Leben in einem alternativen Universum.

Eine schwierige philosophische Fragestellung. Mit ganz unterschiedlichen Antworten.

Die Kernfrage: Gibt es eine äußere Welt, eine Welt außerhalb der, die gedacht wird? Hier der Versuch einer Annäherung aus unterschiedlichen Perspektiven:

Die Frage, ob jeder sich seine Welt selbst macht, ist eine philosophische Frage, die sich mit der Erkenntnistheorie und der Ontologie beschäftigt. Erkenntnistheorie ist die Lehre vom Wissen und der Erkenntnis, Ontologie ist die Lehre vom Sein und der Wirklichkeit.

Es gibt verschiedene Positionen zu dieser Frage, die sich in ihrer Annahme über die Beziehung zwischen dem Subjekt (dem Erkennenden) und dem Objekt (dem Erkannten) unterscheiden. Einige Beispiele sind:

  • Realismus: Der Realismus geht davon aus, dass es eine objektive Wirklichkeit gibt, die unabhängig vom Subjekt existiert und erkannt werden kann. Das Subjekt passt sich an die Wirklichkeit an und bildet sich eine möglichst genaue Vorstellung davon. Die Welt ist also nicht selbst gemacht, sondern vorgegeben.
  • Idealismus: Der Idealismus geht davon aus, dass es keine objektive Wirklichkeit gibt, sondern nur die Vorstellungen des Subjekts. Das Subjekt schafft sich seine eigene Wirklichkeit durch seine Wahrnehmung, sein Denken und sein Handeln. Die Welt ist also selbst gemacht und abhängig vom Subjekt.
  • Konstruktivismus: Der Konstruktivismus geht davon aus, dass es zwar eine objektive Wirklichkeit gibt, aber diese nicht direkt erkannt werden kann. Das Subjekt konstruiert sich seine eigene Wirklichkeit auf der Grundlage seiner Erfahrungen, seiner Sprache und seiner Kultur. Die Welt ist also teilweise selbst gemacht und teilweise vorgegeben.

Diese Positionen sind natürlich sehr vereinfacht dargestellt und es gibt viele Variationen und Zwischenformen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du dir einige der folgenden Quellen anschauen:

Ich hoffe, diese Antwort hat Ihnen geholfen. Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du sie mir gerne stellen. 😊
(1) Portal:Philosophie/Zitate – Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Philosophie/Zitate.
(2) Weltverbesserer Zitate – 31 inspirierende Sprüche • CareElite. https://www.careelite.de/weltverbesserer-zitate-welt-veraendern-sprueche/.
(3) Konstruktivismus (Philosophie) – Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktivismus_%28Philosophie%29.

Erstellt mit Hilfe von KI

Bruder Martinus M.v.S RiP

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Freund am meisten?

Anno Domini 06.05.2021

Bruder Martinus (Meister vom Stuhl der Loge „DIE FEUERZANGE“ im Orient zu Oberdieten), ist von uns gegangen

Mit Martin bin ich seit meinem 6. Lebensjahr befreundet.

Seit dieser Zeit pflegten wir eine nunmehr fast 60-jährige enge Freundschaft.

Wir waren eigentlich immer draußen in der freien Natur, durchstreiften gemeinsam Feld und Wald.

Auch Scheunen und Schuppen waren unser Zuhause. Wir erlebten eine freie und wenig überwachte Kindheit und Jugend.

Immer draußen, immer bei irgendwelchen Orten die uns interessant und zuweilen auch geheimnisvoll erschienen.

Eine Kindheit und Jugend, die man sich heute kaum noch vorzustellen vermag.

Gemeinsam in der Jungschar, gemeinsam in der Jungenschaft
gemeinsame Mitgliedschaft im CVJM Oberdieten.

Dem ist er treu geblieben. Viele Jahre im Vorstand, immer als eine Art Hausmeister des Lutherhauses in Oberdieten, der sich um alles wirklich um alles kümmerte.

Ich meine es wäre Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gewesen da wurden wir Gründungsmitglieder der NABU Breidenbach.

Dort hat er bis heute aktiv ehrenamtlich mitgearbeitet. Als Vorstandsmitglied, als Jugendwart, zum Schluss als Kassenwart.

Er blieb auch dabei immer im Hintergrund, war immer ansprechbar, war sich für nichts zu Schade.

Wir bauten ab dem Beginn der 70er Jahre eine kleine Hütte auf dem Alten Hof, ein ansehnliches Feldgehölz inmitten von Wiesen und Feldern.
Wir errichteten dort, es war zu Beginn der 70er Jahre eine kleine Waldhütte.

Diese Hütte steht immer noch, wir haben sie bis dato instandgehalten und gepflegt.

Viele Stunden, Tage und Nächte verbrachten wir dort, meistens gemeinsam mit engen Freunden. Aus dieser Männerrunde wurde dann mit der Zeit eine verschwiegene christlich, humanistische Runde die wir „Die Feuerzange“ nannten.

Dieser Kreis existiert noch heute.

Und es ist auch im Sinne von Martin, dass wir diese schöne Tradition fortsetzen.

Später dann kann ein Amphibien Teich dazu.

So widmeten wir uns über viele Jahre der Natur und dem Umweltschutz, ein gemeinsames Hobby wurde zur gemeinsamen Passion.

Das war in den 70er Jahren noch eine Beschäftigung die ungewöhnlich war und uns manchmal Hohn und Spott einbrachte, was uns nicht im Geringsten störte.

Als ich 1981meine Doris heiratete, ganz klar, Martin war mein Trauzeuge.

Meine Tochter Sara, 1982 geboren, keine Frage, Martin war Taufpate. Martin war ein Stiller.

Er machte kein Aufheben um seine Person.

Er stellte sich ganz in den Dienst einer Sache, immer.

Sich selbst immer in den Hintergrund.

Seine Mitmenschen waren ihm wichtig, immer.

Vielleicht hat es sich dabei manchmal selbst vergessen?

Ja, Martin war ein Stiller Mensch, aber vielleicht gerade deswegen ein Mensch der innere Größe zeigte.

Martin war im eigentlichen Sinne des Wortes ein Philanthrop, ein Menschenfreund.

Martin liebte die Kinder.
Und die Kinder liebten Ihn
Das merkte man immer dann, wenn er mit Kindern zu tun hatte.

Eva und Christian die Kinder von Silke und Helmut und Thilo der Sohn von Edwin können darüber berichten

Martin war ein kluger Mann.

Ich konnte mit Ihm über alles sprechen.

Martin war auch gegenüber manchem kritisch.

Das behielt er aber meistens für sich selbst.

Wenn man Ihm jedoch danach fragte, sprach Er offen aus was Ihm nicht passte.

Aber dabei auch immer sachlich, ausgewogen, nie beleidigend.

In den letzten 5 Jahre trafen wir uns regelmäßig einmal in der Woche zum Einkaufen.

Auf diesen Termin habe ich mich immer gefreut.

Wir haben uns dabei oft stundenlang im Café oder in der Eisdiele aufgehalten.

Wir redeten über alles.

Über all das was uns beschäftigte.

Über Politik, über Umweltschutz, über Religion, Theologie
über die alten Zeiten.

Über Landwirtschaft, die Hausschlachtungen damals in den Bauernhäusern.

Kurz gesagt immer wieder von den vielen gemeinsamen Erinnerungen unserer Kinder- und Jugendzeit.

Martin ist mir ein großer Bruder.

Martin ist mir ein Vorbild.

Das war er.

Das ist er.

Und das bleibt er.

Mein Spitzname ist Orre

Welche Geschichte steht hinter deinem Spitznamen?

Mein Spitzname ist:
ORRE

Orre

Zum Gedächtnis an Herrn Ginsterburg Religionslehrer

Schon wieder Rilke

Wer ist deine liebste historische Figur?

Abschied


Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.

Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
zurückblieb, so als wärens alle Frauen
und dennoch klein und weiß und nichts als dies:

Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
ein leise Weiterwinkendes – , schon kaum
erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.


Aus: R. M. Rilke Neue Gedichte (1907)

Bei Rilke nachgeschaut

Was glaubst du, wird mit dem Alter besser?

Was heißt schon besser? Anders wäre die bessere Formulierung


Wieder mal bei Rilke nachgeschaut:

„Und dieser Frühling macht dich bleicher,
in weite Wiesen will dein Fuß,
dein Lied wird leis, dein Wort wird weicher,
mit jedem Wink, mit jedem Gruß.“


Eines Tages alt sein und noch lange nicht alles verstehen, nein, aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem bis in die Sterne hinein!


Die Greisin
Weiße Freundinnen mitten im Heute
lachen und horchen und planen für morgen;
abseits erwägen gelassene Leute
langsam ihre besonderen Sorgen,

das Warum und das Wann und das Wie,
und man hört sie sagen: Ich glaube –;
aber in ihrer Spitzenhaube
ist sie sicher, als wüßte sie,

daß sie sich irren, diese und alle.
Und das Kinn, im Niederfalle,
lehnt sich an die weiße Koralle,
die den Schal zur Stirne stimmt.

Einmal aber, bei einem Gelache,
holt sie aus springenden Lidern zwei wache
Blicke und zeigt diese harte Sache,
wie man aus einem geheimen Fache
schöne ererbte Steine nimmt.


Rente ist Mist – Für mich

Wie stellst du dir deine Rente vor?

Seit einigen Jahren in Rente. Was dann folgte war ein grandioses Gefühl von nicht mehr gebraucht, nicht mehr beachtet zu werden.

Mir fehlte eine sinnstiftende Aufgabe. Schlimm.

Nach einger schier unerträglicher Zeit besann ich mich auf meine vorherigen beruflichen Aufgaben.

Das Ehrenamt:

„Ad Portum itur per Procellas“

Schnee riecht

Welche Jahreszeit magst du am liebsten? Warum?

Ein metaphorisches Gedicht

Schnee riecht…..
Ich riech den Schnee er riecht nach Dorf ganz vertraut nach Haus und Hof.
Nach Kindheit riecht er recht vertraut: süß und bitter
frisch und muffig
gut gewürzt und schal zugleich.

Er riecht nach Schule Bohnerwachs
Kreide, Tafelschwamm ganz nass.
Nach Pipi auch nach Schulbuchdunst,
Fußschweiß riech ich, ungewaschner Hals und Ohrenschmalz.

Er riecht nach Kuhstall süßlich scharf und stechend, nach warmer frischer Milch erst rahmig süß und später sauer.

Nach Kirchgang riecht er unverdrossen
Mottenpulver Schweiß und Seife,
Witwentracht und Tannengrün,
nach Kerzenduft und nach Gesangbuch.

Nach warmem Blute riecht er
und nach dem Dunst vom den Gedärmen
der dampfend aus dem Leib von Schweinen, sich süßlich mischt mit feisten Wurstgerüchen die brodelnd aus dem Kessel wabern.