„Nur die Nacht ist des Freien Freund“ Sophie Scholl

Nachtgedanken:

Aufgang oder Untergang

Nenn ich dich Aufgang oder Untergang?

Denn manchmal bin ich vor dem Morgen bang
und greife scheu nach seiner Rosen Röte –
und ahne eine Angst in seiner Flöte
vor Tagen, welche liedlos sind und lang.

Aber die Abende sind mild und mein,
von meinem Schauen sind sie still beschienen;
in meinen Armen schlafen Wälder ein, –
und ich bin selbst das Klingen über ihnen,
und mit dem Dunkel in den Violinen
verwandt durch all mein Dunkelsein.

Rainer Maria Rilke

Nachtgedanken

Weltenweiter Wandrer walle fort in Ruh…
Also kennt kein andrer
Menschenleid wie du.

Wenn mit lichtem Leuchten
du beginnst den Lauf.
schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.

Drinnen liegt – als riefen
sie dir zu: versteh! –
tief in ihren Tiefen
eine Welt von Weh…

Tausend Tränen reden
ewig ungestillt, – –
und in einer jeden
spiegelt sich dein Bild.

Rainer Maria Rilke


Nacht ist schon hereingesunken,

Schließt sich heilig Stern an Stern,
Große Lichter, kleine Funken
Glitzern nah und glänzen fern;
Glitzern hier im See sich spiegelnd,
Glänzen droben klarer Nacht,
Tiefsten Ruhens Glück besiegelnd
Herrscht des Mondes volle Pracht

Johann Wolfgang von Goethe

Ich sag es Euch: Das war’s noch nicht!

Ein paar metaphorische Zeilen

Bald schon alt?
Meine Jahre gehn dahin
Hab viel erlebt
Das sag ich Euch
Hab manches doch erreicht
Das könnt Ihr glauben
Die Familie war‘s die Halt und Kraft mir dazu gab
Vor allem meine liebe Frau

Den Menschen denen ich begegnet
Behindert werden sie genannt
Die haben mir so viel gegeben
Von denen hab ich viel gelernt
Wahrheit Echtheit Herzenswärme
Klugheit der besondren Art
Die Kraft und Stärke dieser Menschen
Bescheidenheit und Demut
Ein Vorbild für mein eigenes Leben
Das Dank ich Ihnen

Das was ich immer wollte war
Die Würde wieder herzustellen
Die Ihnen oft genommen ist

Menschenrechte Bürgerrechte zu erstreiten
Das wollte ich
Ich glaub das ist mir manchmal auch gelungen
Trotz vieler Kämpfe mein ich hat sich das gelohnt
Kein Wunder ist‘ s
Hab dabei viel gelitten
Bekämpft verlacht belogen hat man mich
Versucht davon zu jagen wie einen alten Hund vom Hof
Das aber ist zum Glück dann nicht gelungen

Warum frag ich
Aus Neid aus Ignoranz Gedankenlosigkeit und Dummheit
Aus Hochmut oder falschem Stolz
Aus Machtgelüsten die erblinden lassen

Ich sag es frank und frei
Ich weiße es nicht
Ich weiß nur eins
Ich bin so wie ich bin
Bin wohl ein rechter Sonderling

Karriere machen war mir nicht so wichtig
Ich hab um Recht gekämpft geklagt und auch gewonnen

Manchmal treibt mich noch der Hass
Meine Wut dann bitter
Sie rast und bohrt
Ist Kopfgewitter
Mächtig und erfüllt mich ganz
Seh dann nichts als schieren roten Hass
Grenzenlose Wut mich bannt

Wird sie gespeist von Eitelkeit
Ist’s Angst die Zorn entbrennen lässt
Ist’s dumpfe Dummheit die als Prahlerei sich tarnt

Und Unrecht ist mir echt verhasst
Und Prahlerei der Kern und Inhalt fehlen lässt

Mancher denkt vielleicht
Der ist perdü
Aber nein noch lebe ich
Ganz langsam kehrt die Kraft zurück

All jenen die das dachten sage ich

Das war’s noch nicht!

Langsam alt ja das kann sein.
Ich sage Euch
Ich nehm es hin
Jawohl ich freu mich drauf

Der Kampf für Freiheit Gleichheit Solidarität
Auch mit mir nun weiter geht

Auf ihr Brüder auf Genossen
Lasst uns weiter streiten
Für eine bessere Welt

Die erreichen wir durch Kleinigkeiten
Bescheidenheit ist dabei wichtig
Damit wir uns den klaren Blick nicht nehmen lassen
Für das was wirklich wichtig ist

Langsam alt ja das kann sein
Ich sage Euch
Ich nehm es hin
Jawohl ich freu mich drauf

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Auch Großvater sein daß muss man lernen.

Aber nun ich sag es Euch:

Großvater ist das schönste Amt der Welt

Das bin ich nun und das ist einfach wunderbar

Männer Freunde

Eine kleine Geschichte über Freundschaft.
In einfacher Sprache
Seit einigen Wochen begleite ich Hasan und Recep.
Zum Freitagsgebet.
Nach Breidenbach.
Dort ist eine Moschee.
Dort beten muslimische Männer.
Immer am Freitag.
So steht es im Koran.
Der Koran ist das heilige Buch der Muslime.
Hasan ist seiner Familie nach Oberdieten gekommen.
Sie kommen aus dem Irak.
Dort konnten sie nicht mehr leben.
Dort ist Krieg.
Die ganze Familie ist geflohen.
Seine Frau.
Und die 3 Kinder
Jetzt kann die Familie in Oberdieten Leben.
Sie brauchen keine Angst mehr zu haben.
Das ist sehr gut so.
In Oberdieten gibt es jetzt ein Netz- Werk.

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Das sind viele Menschen die in Oberdieten wohnen.

Die helfen jetzt.

Den neuen Nachbarn in Oberdieten.
Das ist sehr gut so.
Ich habe Hasan und seine Familie gleich besucht.
Zusammen mit Recep.
Recep wohnt schon über 40 Jahre in Oberdieten.
Recep und seine Familie haben schon sehr viel für Hasan und seine Familie getan.
Für Recep ist das selbstverständlich.
Was ist dabei passiert?
Was soll ich sagen?
Wir 3 sind Freunde geworden.
Männerfreunde.
So einfach ist das.
In der Moschee kann Hasan trifft viele Männer treffen.
Mit manchen kann er sich unterhalten.
Auf Arabisch.
Seiner Muttersprache.
Das tut Ihm bestimmt gut.
Wir gehen dann auch noch Kaffee oder Tee trinken.
Und Kuchen essen.
Das macht uns allen viel Freude.
Wir sitzen zusammen reden, essen und trinken
Wir genießen zusammen den Nachmittag.
Das ist einfach sehr schön für uns alle.

Wenn ich die beiden treffe begrüßen wir uns.
Ich sage dann:
Salaam aleikum.
Das heißt:
Friede sei mit euch.

Hasan und Recep antworten dann:
Wa aleikum as-salam.
Das heißt:
Friede sei auch mit Euch.
Ich finde, das ist ein sehr schöner Gruß unter Freunden.

Wenn Muslime sich unterhalten und ausdrücken wollen, dass sie etwas in die Hände Gottes legen wollen.
Dann sagen Sie:
Inschallah.
Das heißt:
So Gott will.
Ich habe durch die Freundschaft mit Recep und Hasan schon viel Gutes erlebt.

Ich habe viel dazu gelernt.
Über den friedvollen und respektvollen Umgang der Menschen miteinander.image

Dabei ist es mir ganz egal woher diese Menschen kommen.
Und welchen Glauben sie haben.

05.06.2016
A. H.

Thomas Morus – Utopia

Utopia [IPA: uˈtʰoːpi̯ɑ] (lateinischer Volltitel: De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia – „Vom besten Zustand des Staates und der neuen Insel Utopia“) ist ein 1516 von Thomas Morus in lateinischer Sprache verfasster philosophischer Dialog.

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Die Schilderung einer fernen „idealen“ Gesellschaft gab den Anstoß zum Genre derSozialutopie.[1]image

Die Erstveröffentlichung geschah auf Betreiben des berühmten Humanisten Erasmus von Rotterdam 1516 in Löwen, weitere Drucke folgten 1517 in Paris und 1518 in Basel. Die erste deutsche Übersetzung – unter dem Titel Von der wunderbarlichen Innsul Utopia genannt, das andere Buch – erschien 1524.[2]

Rahmenhandlung sind die Erzählungen eines Seemannes, der eine Zeit lang bei den Utopiern gelebt haben will. Der Roman beschreibt eine auf rationalen Gleichheitsgrundsätzen, Arbeitsamkeit und dem Streben nach Bildung basierende Gesellschaft mit demokratischen Grundzügen. In der Republik ist aller Besitz gemeinschaftlich, Anwälte sind unbekannt, und unabwendbare Kriege werden bevorzugt mit ausländischen Söldnern geführt.

Das Buch war so prägend, dass man fortan jeden Roman, in dem eine erfundene, positive Gesellschaft dargestellt wird, als Utopie oder utopischen Roman bezeichnete. Bedeutende Utopien nach Utopia waren A Modern Utopiavon H. G. Wells, Ecotopia von Ernest Callenbach und Island von Aldous Huxley.
Wikipedia