Von: Allon Sander
Martin Buber: Dialog mit dem Christentum
Völker – Kultur – Planet Wissen http://www.planet-wissen.de/kultur/voelker/geschichte_des_juedischen_volkes/index.html
Von: Allon Sander
Martin Buber: Dialog mit dem Christentum
Völker – Kultur – Planet Wissen http://www.planet-wissen.de/kultur/voelker/geschichte_des_juedischen_volkes/index.html
Juden und Christen
Von: Allon Sander
Nachtgedanken:
Aufgang oder Untergang
Nenn ich dich Aufgang oder Untergang?
Denn manchmal bin ich vor dem Morgen bang
und greife scheu nach seiner Rosen Röte –
und ahne eine Angst in seiner Flöte
vor Tagen, welche liedlos sind und lang.
Aber die Abende sind mild und mein,
von meinem Schauen sind sie still beschienen;
in meinen Armen schlafen Wälder ein, –
und ich bin selbst das Klingen über ihnen,
und mit dem Dunkel in den Violinen
verwandt durch all mein Dunkelsein.
Rainer Maria Rilke
Nachtgedanken
Weltenweiter Wandrer walle fort in Ruh…
Also kennt kein andrer
Menschenleid wie du.
Wenn mit lichtem Leuchten
du beginnst den Lauf.
schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.
Drinnen liegt – als riefen
sie dir zu: versteh! –
tief in ihren Tiefen
eine Welt von Weh…
Tausend Tränen reden
ewig ungestillt, – –
und in einer jeden
spiegelt sich dein Bild.
Rainer Maria Rilke
Nacht ist schon hereingesunken,
Schließt sich heilig Stern an Stern,
Große Lichter, kleine Funken
Glitzern nah und glänzen fern;
Glitzern hier im See sich spiegelnd,
Glänzen droben klarer Nacht,
Tiefsten Ruhens Glück besiegelnd
Herrscht des Mondes volle Pracht
Johann Wolfgang von Goethe
Ein paar metaphorische Zeilen
Bald schon alt?
Nun ja, die Jahre gehn dahin
Hab viel erlebt
Das sag ich Euch
Hab manches doch erreicht
Das könnt Ihr glauben
Die Familie war‘s die Halt und Kraft mir dazu gab
Vor allem meine liebe Frau
Den Menschen denen ich begegnet
Behindert werden sie genannt
Die haben mir so viel gegeben
Von denen hab ich viel gelernt
Wahrheit Echtheit Herzenswärme
Klugheit der besondren Art
Die Kraft und Stärke dieser Menschen
Bescheidenheit und Demut
Ein Vorbild für mein eigenes Leben
Das Dank ich Ihnen
Das was ich immer wollte war
Die Würde wieder herzustellen
Die Ihnen oft genommen ist
Menschenrechte Bürgerrechte zu erstreiten
Das wollte ich
Ich glaub das ist mir manchmal auch gelungen
Trotz vieler Kämpfe mein ich hat sich das gelohnt
Kein Wunder ist‘ s
Hab dabei viel gelitten
Bekämpft verlacht belogen hat man mich
Versucht davon zu jagen wie einen alten Hund vom Hof
Das aber ist zum Glück dann nicht gelungen
Warum frag ich
Aus Neid aus Ignoranz Gedankenlosigkeit und Dummheit
Aus Hochmut oder falschem Stolz
Aus Machtgelüsten die erblinden lassen
Ich sag es frank und frei
Ich weiße es nicht
Ich weiß nur eins
Ich bin so wie ich bin
Bin wohl ein rechter Sonderling
Karriere machen war mir nicht so wichtig
Ich hab um Recht gekämpft geklagt und auch gewonnen
Manchmal treibt mich noch der Hass
Meine Wut dann bitter
Sie rast und bohrt
Ist Kopfgewitter
Mächtig und erfüllt mich ganz
Seh dann nichts als schieren roten Hass
Grenzenlose Wut mich bannt
Wird sie gespeist von Eitelkeit
Ist’s Angst die Zorn entbrennen lässt
Ist’s dumpfe Dummheit die als Prahlerei sich tarnt
Und Unrecht ist mir echt verhasst
Und Prahlerei der Kern und Inhalt fehlen lässt
Mancher denkt vielleicht
Der ist perdü
Aber nein noch lebe ich
Ganz langsam kehrt die Kraft zurück
All jenen die das dachten sage ich
Das war’s noch nicht!
Langsam alt ja das kann sein.
Ich sage Euch
Ich nehm es hin
Jawohl ich freu mich drauf
Der Kampf für Freiheit Gleichheit Solidarität
Auch mit mir nun weiter geht
Auf ihr Brüder auf Genossen
Lasst uns weiter streiten
Für eine bessere Welt
Die erreichen wir durch Kleinigkeiten
Bescheidenheit ist dabei wichtig
Damit wir uns den klaren Blick nicht nehmen lassen
Für das was wirklich wichtig ist
Langsam alt ja das kann sein
Ich sage Euch
Ich nehm es an
Ich freu mich drauf
Den Menschen betreffend:
Der böse Trieb des Menschen erneuert sich jeden Tag.
Talmud Bavli Sukka 52
Anfangs ist der böse Trieb wie ein Vorübergehender, dann wie ein Gast und zuletzt wie ein Hausherr.
Talmud Bavli Sukka 52
Jeder einzelne soll sich sagen:
Für mich ist die Welt erschaffen worden, daher bin ich mit verantwortlich.
Talmud Bavli Sanhedrin 7
Es gibt Menschen, denen ihr Geld lieber ist als ihr eigener Leib.
Talmud Bavli Berachot 61
Die Verteidiger des Menschen:
Reue und gute Taten.
Talmud Bavli Schabbat 32
Die Taten der Väter sind den Söhnen ein Wegweiser.
Talmud Bavli Sota 31
Mensch & Mensch betreffend:
Solange der Mensch lebt, hat er Hoffnung.
Talmud Jeruschalmi Berachot 89
Viel Streit im Hause des Menschen entsteht durch grundlosen Hass. Talmud Bavli
Schabbat 72
Der Vogel wohnt mit seinen Artgenossen zusammen, der Mensch mit seinesgleichen.
Talmud Bavli Bava Kama 92
Wer seinen Freund zu unrecht verdächtigte, soll ihn gleich um Verzeihung bitten.
Talmud Bavli Berachot 31
Was dir verhaßt ist – das tue deinem Nächsten nicht an!
Talmud Bavli Schabbat 31
Essen & Trinken betreffend:
Der Mensch darf nicht essen, bevor er das Vieh gefüttert hat.
Talmud Bavli Berachot 40
Diskussionen betreffend:
Bei Dummköpfen holt man sich keine Beweise.
Talmud Bavli Schabbat 104
Der Mensch sei biegsam wie ein Schilfrohr und nicht starr wie eine Feder.
Talmud Bavli Taanit 20
Sprüche der Väter – Pirkej Awot:
Auf drei Dingen beruht die Welt, auf Recht, auf Wahrheit und auf Frieden.
(Rabban Schimon ben Gamliel) 1,18
Die Ehre deines Nächsten sei dir so lieb wie deine eigene.
(Rabbi Eliezer) 2,15
Jede Liebe, die von einer Sache abhängig ist, hört auf, wenn die Sache aufhört; die aber, die von keiner Sache abhängig ist, hört niemals auf.
5,19
Betrachte nicht den Krug, sondern dessen Inhalt.
(Rabbi Me’ir) 4, 27
Sprich wenig und tue viel!
(Schammai) 1,15
Lernt man als Kind, so ist dies, als würde man mit Tinte auf ein neues Papier schreiben. Lernt man im Alter, so ist dies, als würde man mit Tinte auf ein schon benütztes Papier schreiben.
(Elischa ben Awuja) 4,25
Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich, und bin ich nur für mich, was bin ich, und wenn nicht jetzt wann dann?
(Hillel) 1,14
Sage nicht, wenn ich frei sein werde, werde ich lernen; vielleicht wirst du nicht frei werden.
(Hillel) 2,15
Nicht liegt es an dir, das Werk zu vollenden, aber du bist auch nicht frei, von ihm abzulassen.
(Rabbi Tarphon) 2,16
Es ist uns nicht gegeben zu wissen, warum Frevler in Wohlergehen und Gerechte in Leiden leben.
(Rabbi Janai) 4,19
Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, sie wird noch weiter fortgesetzt – für Ergänzungen bin ich dankbar.

„Jede Situation ist ein Ruf, auf den wir zu horchen, dem wir zu gehorchen haben.“
„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen,
er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten –
das Leben zu verantworten hat.“
„Es kommt nie und nimmer darauf an was wir vom Leben zu erwarten haben.
Vielmehr lediglich darauf:
Was das Leben von uns erwartet.“
„Das Leiden, die Not gehört zum Leben dazu, wie das Schicksal und der Tod.
Sie alle lassen sich vom Leben nicht abtrennen, ohne dessen Sinn nachgerade zu zerstören.
Not und Tod, das Schicksal und das Leiden vom Leben abzulösen, hieße dem Leben die Gestalt, die Form nehmen.
Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt.“
Der Wille zum Sinn bestimmt unser Leben!
Wer Menschen motivieren will und Leistung fordert, muß Sinnmöglichkeiten bieten.