Wes Geistes Kind?

Warum die AfD nicht christlich ist
Die AfD sagt oft: Wir schützen das christliche Abendland.
Das heißt: Wir schützen die christliche Kultur in Europa.
Aber die AfD lebt nicht nach den Regeln von Jesus.
Sie benutzt nur christliche Wörter.
Die Wörter sollen Vertrauen wecken.
Aber dahinter steckt keine christliche Politik.
Dahinter steckt eine Politik der Ausgrenzung.
Dahinter steckt eine Politik gegen Arme und gegen Fremde.
Das ist das Gegenteil von dem, was Jesus gelebt hat.

Wer dient und wer herrscht

Markus 10, 42–45

Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Ihr wisst: Die Mächtigen dieser Welt herrschen über die Völker, und ihre Großen tun ihnen Gewalt an. Aber so soll es unter euch nicht sein. Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene.“

Ein Satz, der nicht gemütlich ist:

Wer dient und wer herrscht

Heilgewissheit?

„Bin ich gerettet?“ Diese Frage stellen sich viele leise, für sich. Nachts. Am Grab eines geliebten Menschen. Oder wenn sie sehen, wie ungerecht es zugeht, und sich fragen, ob Gott das einfach so laufen lässt. Das ist keine akademische Frage. Das ist eine existenzielle Frage. Es geht um nichts Geringeres als: Trägt mich etwas, wenn alles andere wegbricht?
Manche fromme Antwort ist bequem: Mir geht es gut mit Gott, der Rest ist nicht mein Problem. Das ist billig. Das ist feige. Und es hat mit dem, wofür Luther, Bonhoeffer oder Sölle mit ihrem Leben eingestanden sind, nichts zu tun.
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Ich sag es Euch: Das war’s noch nicht!

Ein paar metaphorische Zeilen Bald schon alt? Nun ja, die Jahre gehn dahin Hab viel erlebt Das sag ich Euch Hab manches doch erreicht Das könnt Ihr glauben Die Familie war‘s die Halt und Kraft mir dazu gab Vor allem meine liebe Frau Den Menschen denen ich begegnet Behindert werden sie genannt Die haben mir […]

Ich sag es Euch: Das war’s noch nicht!

Saper aude

Welches Zitat beschreibt deine Sicht auf das Leben?

Immanuel Kant

Sei steht’s bemüht dich deines eigenen Verstandes zu bemühen

Immanuel Kant


Immanuel Kant war ein Philosoph, der vor über 200 Jahren in Deutschland gelebt hat.

Seine wichtigste Idee zum guten Handeln:
Frag dich immer: „Wäre es gut, wenn das alle so machen würden?“

Beispiel: Wenn du lügst – wäre es gut, wenn alle Menschen immer lügen würden? Nein. Also soll man nicht lügen.

Seine wichtigste Idee zum Denken:
Wir sehen die Welt nie ganz genau so, wie sie wirklich ist. Unser Kopf sortiert alles, was wir sehen und erleben, auf eine bestimmte Art. Zwei Menschen können dieselbe Sache anders wahrnehmen.

Sein berühmter Satz:
„Habe Mut, selbst zu denken!“ – Kant wollte, dass Menschen nicht einfach glauben, was andere sagen, sondern selbst nachdenken.

Ein wichtiger Grundsatz von ihm:
Jeder Mensch hat Würde. Man darf einen Menschen nie nur benutzen, um etwas zu erreichen. Man muss ihn immer auch als Person achten.


Die Lüge von der Verdordenheit der Jugend

Die verdorbene Jugend im alten Griechenland


„Heureka – Ich habe es gefunden“ Archimedes

Tönendes Erz

Ein Gedanke zu 1. Korinther 13

„In Korinth kamen Reiche und Arme zusammen. Oberschicht und Hafenarbeiter, Sklaven und Stadtkämmerer unter einem Dach. Eine schöne Geschichte. Aber die Häuser gehörten den Reichen. Das Eigentum blieb unangetastet. Die Machtverhältnisse auch. Man betete gemeinsam — und danach ging jeder wieder dorthin, woher er kam.
Paulus sagt: Die Liebe sucht nicht das Ihre. Sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit. Sie schaut nicht weg. Das sind keine frommen Ratschläge. Das ist eine politische Aussage... .“

Ein Vortrag von Prof. Dr. Zimmer bei Worthaus

Du sollst keine anderen Götter haben

Andacht: Du sollst keine anderen Götter haben
Claudius Herz

Bibeltext: Exodus 20,3
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Mehr als 20 Prozent der Christen der evangelischen Kirchgemeinde Oberdieten wählen AfD

Weiße Protestanten: über 70 Prozent für Trump. Katholiken: 55 Prozent. Die Grenze zwischen politischer Gefolgschaft und abgöttischer Verklärung, schreibt ein Beobachter, hat sich längst aufgelöst.
Ich nenne das beim Namen: Götzendienst.
Nicht Irrtum. Nicht Schwäche. Götzendienst.
Trump wird als moderner Kyrus verehrt — als heidnischer Herrscher, den Gott benutzt, um seine Ziele durchzusetzen. Das erkläre, warum Trump moralisch offensichtlich nicht dem christlichen Ideal entspreche und trotzdem als göttliches Werkzeug gelte.
Göttliches Werkzeug.
Ein Mann, der Kinder von ihren Eltern trennte. Der Arme bestrafte und Reiche beschenkte. Der Schwache verachtete und Mächtige hofierte.
Und die Kirche salbt ihn.
Das ist nicht neu. Das war Konstantin. Das war die Deutsche Christen-Bewegung 1933. Das war jedes Mal dasselbe: Macht sucht Salbung. Und Kirche gibt sie gerne. Weil Kirche Angst hat. Vor dem Rand. Vor dem Verlust. Vor der Schwäche.
Barmen 1934 hat es gesagt: Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes. Kein anderes. Kein Kyrus. Kein Racheengel. Kein Krieger-Jesus aus der Rechten.
Matthäus 25. Ich war fremd. Ich war hungrig. Ich war ohne Papiere. Ich war an der Grenze.
Was habt ihr getan?
Die historischen schwarzen Kirchen der USA stehen in der Bürgerrechtstradition eines Martin Luther King — und wählen nicht Trump. Sie wissen, was Unterdrückung ist. Sie kennen den Gott der Exodus. Den Gott, der nicht auf der Seite der Pharaonen steht.
Dieser Gott ist unbequem. Er lässt sich nicht für Kulturkämpfe einspannen. Er lässt sich nicht nationalisieren.
Wer das versucht, betet nicht mehr zu ihm.

Jeremia 7,4:
Traut nicht auf Lügenworte: Hier ist der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN!
Jeremia kannte das. Die Frommen seiner Zeit sagten: Gott ist auf unserer Seite. Der Tempel steht. Alles wird gut.
Jeremia sagte: Nein.

Gebet
Gott der Armen.
Gott der Fremden.
Gott der Gekreuzigten.
Bewahre uns vor dem Christus der Stärke.
Vor dem Glauben, der Mauern baut.
Vor der Kirche, die salbte, was sie hätte benennen müssen.
Gib uns den Mut, unbequem zu sein.
Wie Barmen. Wie King. Wie Bonhoeffer.
Amen.

Claudius Herz, Juni 2026 • arminherzberger.com