Ja, es gibt viele religiöse Überzeugungen, die einen strafenden Gott beschreiben.
In der hebräischen Bibel gibt es jedoch nicht einmal ein Wort für “Strafe”
1. Der Glaube an einen strafenden Gott hat sich im Laufe der Geschichte des Judentums und des Christentums verschoben. Heutzutage glauben viele Christen nicht mehr an einen strafenden Gott, da sie auf der Basis des Neuen Testaments stehen
2. Die Vorstellung von einem strafenden Gott, der der Menschheit die Quittung für Fehlverhalten präsentiert, ist für viele Menschen jedoch immer noch relevant.
Vortrag vom August 2018 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer:

Gott sieht alles, weiß alles, und wenn sich jemand danebenbenimmt, kommt der alte Mann mit dem weißen Bart und bestraft den bösen Sünder. So stellen sich immer noch viele (Nicht-)Christen das Verhältnis zwischen Gott und Menschen vor.
Dabei gibt es in der hebräischen Bibel nicht einmal ein Wort für »Strafe«. Denn Gottes Job ist es nicht, den Menschen durch drastische Strafen zu einem besseren Wesen zu erziehen. Warum glauben dann so viele an einen strafenden Gott?
Siegfried Zimmer klärt auf, wie sich das Verständnis von Sünde und Konsequenz im Laufe der Geschichte des Juden- und Christentums verschoben hat. Er erklärt, was wirklich die Folge von Sünde ist. Und warum nicht einmal das Weltgericht am Ende aller Zeiten etwas mit Strafe zu tun hat.
Gibt es einen strafenden Gott? | 8.6.1









