Das Schicksal will, dass die großen Begabungen für gewöhnlich eher Rivalen als Freunde sind; sie wachsen und leuchten für sich aus Furcht, einander zu beschatten. Die Schafe müssen sich zusa…
Quelle: Löwen und Schafe
Das Schicksal will, dass die großen Begabungen für gewöhnlich eher Rivalen als Freunde sind; sie wachsen und leuchten für sich aus Furcht, einander zu beschatten. Die Schafe müssen sich zusa…
Quelle: Löwen und Schafe
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)
Den Menschen betreffend:
Der böse Trieb des Menschen erneuert sich jeden Tag.
Talmud Bavli Sukka 52
Anfangs ist der böse Trieb wie ein Vorübergehender, dann wie ein Gast und zuletzt wie ein Hausherr.
Talmud Bavli Sukka 52
Jeder einzelne soll sich sagen:
Für mich ist die Welt erschaffen worden, daher bin ich mit verantwortlich.
Talmud Bavli Sanhedrin 7
Es gibt Menschen, denen ihr Geld lieber ist als ihr eigener Leib.
Talmud Bavli Berachot 61
Die Verteidiger des Menschen:
Reue und gute Taten.
Talmud Bavli Schabbat 32
Die Taten der Väter sind den Söhnen ein Wegweiser.
Talmud Bavli Sota 31
Mensch & Mensch betreffend:
Solange der Mensch lebt, hat er Hoffnung.
Talmud Jeruschalmi Berachot 89
Viel Streit im Hause des Menschen entsteht durch grundlosen Hass. Talmud Bavli
Schabbat 72
Der Vogel wohnt mit seinen Artgenossen zusammen, der Mensch mit seinesgleichen.
Talmud Bavli Bava Kama 92
Wer seinen Freund zu unrecht verdächtigte, soll ihn gleich um Verzeihung bitten.
Talmud Bavli Berachot 31
Was dir verhaßt ist – das tue deinem Nächsten nicht an!
Talmud Bavli Schabbat 31
Essen & Trinken betreffend:
Der Mensch darf nicht essen, bevor er das Vieh gefüttert hat.
Talmud Bavli Berachot 40
Diskussionen betreffend:
Bei Dummköpfen holt man sich keine Beweise.
Talmud Bavli Schabbat 104
Der Mensch sei biegsam wie ein Schilfrohr und nicht starr wie eine Feder.
Talmud Bavli Taanit 20
Sprüche der Väter – Pirkej Awot:
Auf drei Dingen beruht die Welt, auf Recht, auf Wahrheit und auf Frieden.
(Rabban Schimon ben Gamliel) 1,18
Die Ehre deines Nächsten sei dir so lieb wie deine eigene.
(Rabbi Eliezer) 2,15
Jede Liebe, die von einer Sache abhängig ist, hört auf, wenn die Sache aufhört; die aber, die von keiner Sache abhängig ist, hört niemals auf.
5,19
Betrachte nicht den Krug, sondern dessen Inhalt.
(Rabbi Me’ir) 4, 27
Sprich wenig und tue viel!
(Schammai) 1,15
Lernt man als Kind, so ist dies, als würde man mit Tinte auf ein neues Papier schreiben. Lernt man im Alter, so ist dies, als würde man mit Tinte auf ein schon benütztes Papier schreiben.
(Elischa ben Awuja) 4,25
Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich, und bin ich nur für mich, was bin ich, und wenn nicht jetzt wann dann?
(Hillel) 1,14
Sage nicht, wenn ich frei sein werde, werde ich lernen; vielleicht wirst du nicht frei werden.
(Hillel) 2,15
Nicht liegt es an dir, das Werk zu vollenden, aber du bist auch nicht frei, von ihm abzulassen.
(Rabbi Tarphon) 2,16
Es ist uns nicht gegeben zu wissen, warum Frevler in Wohlergehen und Gerechte in Leiden leben.
(Rabbi Janai) 4,19
Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, sie wird noch weiter fortgesetzt – für Ergänzungen bin ich dankbar.

„Jede Situation ist ein Ruf, auf den wir zu horchen, dem wir zu gehorchen haben.“
„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen,
er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten –
das Leben zu verantworten hat.“
„Es kommt nie und nimmer darauf an was wir vom Leben zu erwarten haben.
Vielmehr lediglich darauf:
Was das Leben von uns erwartet.“
„Das Leiden, die Not gehört zum Leben dazu, wie das Schicksal und der Tod.
Sie alle lassen sich vom Leben nicht abtrennen, ohne dessen Sinn nachgerade zu zerstören.
Not und Tod, das Schicksal und das Leiden vom Leben abzulösen, hieße dem Leben die Gestalt, die Form nehmen.
Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt.“
Der Wille zum Sinn bestimmt unser Leben!
Wer Menschen motivieren will und Leistung fordert, muß Sinnmöglichkeiten bieten.
„Wollen Sie nicht auch ein Möglichkeitsdenker werden?“
fragte
Erika Schmidt Vorsitzende der Lebenshilfe Möglichkeitsdenker den
Landesvorsitzenden der Lebenshilfe Uwe Schummer
beim Fest der Möglichkeitsdenker am 21.11.2015 im Waldhotel Marienheide:
„Natürlich, wir sollten alle Möglichkeitsdenker sein. Es gibt zu viele Leute die sagen ‚Das geht nicht!‘“, antwortete Schummer. „Ich bin gerne dabei!“
Dieses ehrenamtliche Engagement der Menschen mit geistiger Behinderung würdigte die stellvertretende Geschäftsführerin der Lebenshilfe NRW, Monika Oncken ausdrücklich. „Ich finde es super, dass Ihr anderen Menschen Mut macht.“
Die beiden Vertreterinnen der Lebenshilfe Bundesvereinigung, Frau Haslberger und Frau Magiros würdigten das langjährige Engagement der Möglichkeitsdenker, in ihren Grußworten:
„Grüße vom ganzen Bundesvorstand und allen voran von:
Ulla Schmidt, die ein großer Fan der Möglichkeitsdenker ist:
Denn hier, in Ihrer Arbeit, sieht sie auf den Punkt gebracht, wofür die Lebenshilfe insgesamt steht:
Für Teilhabe und Solidarität –
und nicht zuletzt für die Leidenschaft, mit der man für diese Ziele der Lebenshilfe arbeiten und streiten kann“,
sagte Haslberger.
A. H.
Er ist eine „Stimme des Gewissens“ Papst Franziskus wird mit dem Karlspreis der Stadt Aachen geehrt.
http://spon.de/aeElf
A. H.
Oft schon, in den letzten Monaten, habe ich dieses Sonett, das ist wohl die richtige Bezeichnung für diese Form der Gedichte aus dieser Zeit, gelesen.
Gefiel mir immer besser. Der Inhalt sowieso.
Aber auch diese altertümliche Sprache, die Versform, das Versmaß. Einfach schön zu lesen.
Na ja bis auf das Schäferskind….
Verfasst von Andreas Gryphius 1637.
Verfasst mitten im 30 jährigen Krieg.
In moderner Fassung:
Es ist alles eitel
„Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein:
Wo jetzt noch Städte stehn, wird eine Wiese sein,
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden.
Was jetzt noch prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch’ und Bein,
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.
Der hohen Taten Ruhm muss wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?
Ach! Was ist alles dies, was wir für köstlich achten,
Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
Als eine Wiesenblum’, die man nicht wieder find’t.
Noch will, was ewig ist, kein einzig Mensch betrachten!“

Ganz frei im Kopf, das wünschst du Dir.
Bist’s aber nicht, das sag ich Dir.
Da ist der Leib der herrscht und treibt.
Der rüttelt und sein Recht einklagt.
Da ist die Furcht die gräbt und treibt.
Die alles nimmt, nichts übrig lässt.
Der Alltag zwingt Dich in die Knie,
lässt nichts zurück und saugt wie nie.
A. H.
Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur.
Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die größte Sünde. (Erasmus von Rotterdam)
Ganz und gar gegen den Zeitgeist.
Und dennoch schreibe ich :
Dein Duft kann mich betören
Und verführen
Mit deinen blauen Wolken
Trägst Du mich davon
In ferne Welten
Schwindlig fern
Freiheit ahn ich
Ganz ohne Körper sphärisch leicht
Wanderschaft nach Elysion dann
Dort ein Held
Von Göttern geliebt
Unsterblich und selig
* botanisch: Tabak Nachtschattengewächs