Gott ist kein Eigentum

Sie haben ihn in ihre Paläste gesperrt und ihre Dogmen gegossen. Sie haben ihn auf Thronen platziert und in Goldrahmen gehängt. Sie haben seinen Namen benutzt, um Macht zu legitimieren und Ungerechtigkeit zu segnen.

Aber Gott lässt sich nicht besitzen.

Er steht bei den Hungernden, nicht in den Verwaltungsetagen. Er spricht aus dem Mund derer, die man für sprachlos hielt. Er wirkt in den Händen derer, die man für hilfsbedürftig erklärte, wenn sie selbst zu Helfenden werden.

Gott ist kein Eigentum der Frommen. Kein Privileg der Rechtgläubigen. Kein Instrument der Mächtigen.

Wo immer Menschen ihre Faust gegen Unterdrückung erheben, wo immer das Kreuz nicht vergoldet wird, sondern getragen – da ist Gott nicht Besitz, sondern Kraft. Nicht Dogma, sondern Befreiung. Nicht oben, sondern hier.

Die rote Fahne mit dem Kreuz erinnert daran: Der Gott der Bibel war immer schon parteiisch. Für die Geringsten. Gegen die Selbstgerechten.

Niemand kann ihn vereinnahmen. Alle können ihm begegnen.

2 Gedanken zu “Gott ist kein Eigentum

  1. Die geometrischen Figuren des Quadrates und des Kreuzes sind das Symbol der Materie. Mit dem Gott der Bibel kann ich nichts anfangen. Die damaligen Schreiber zeichneten von ihm ein parteiisches Bild. Gottes Liebe ist unparteiisch. Er passt in keinen Rahmen, denn Er würde ihn sprengen, weil Er alles ist, was ist. So segnet er gleich-gültig alle, die er erschaffen hat. Die Naturgesetze, die er uns hinterließ und die ewig gelten, richten alles, indem sich Täter selbst bestrafen. Das Gesetz von Ursache und Wirkung, das Gesetz der Resonanz.

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