Goethes Faust: Letzte Worte

Demokratiemüde? Populisten hinterherlaufen? PolitikerInnen Bashing?

Nicht mit mir!

Empfehle mal den Faust zu lesen und sich nicht auf Halbwahrheiten, Fake News zu hören.

Dummes Geschwätz auf Stammtisch Niveau hilft auch nicht weiter.

….. „Das ist der Weisheit letzter Schluß:

Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß.

Und so verbringt, umrungen von Gefahr, Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.

Solch ein Gewimmel möcht ich sehn. Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.

Zum Augenblicke dürft ich sagen: Verweile doch, du bist so schön !

Es kann die Spur von meinen Erdetagen nicht in Äonen untergehn.
Im Vorgefühl von solchem hohen Glück, Genieß ich jetzt den höchsten Augenblick.“

Goethe Faust

Lichtdanner – Hühneraugen

Die Küche ist schon aufgeräumt. Sorgsam gewischt. Geschirr gespült. Schließlich wird Besuch erwartet: Der mobile Podologe kommt.

Und nicht nur der. Notleidende Gäste sind ebenso eingeladen.

Geschwister, Tanten, Nachbarn, Witwen, Freunde, all jene deren Füße brennen, drücken, schmerzen.

Man hat sich abgesprochen. Jeder ist mal dran um den kundigen Podologen samt mobiler Praxiseinrichtung zu beherbergen.

Hühneraugen sind gediehen. Erheben sich, bilden hornige Schwielen, röten sich und bilden warzige Erhöhungen.

Recht unansehnliche schuppige Hornschichten sind an Fersen und Zehen gewuchert.

Nun ja, wunde Füße sind eine Qual. Da muss ein guter Mensch herbei der sich aufs Nägelschneiden gut versteht.

Der schneidet, hobelt, raspelt, pflegt.

Ein Wellnessprogramm, ein Jungbrunnen für die Füße.

Die Küche frisch gewischt, es duftet nach frisch gekochten Bohnenkaffee, der Duft von frisch gebackenen Napfkuchen erfüllt den Raum der nun fast bereit ist sich in eine ambulante podologische Praxis zu verwandeln.

Eine Weile vorher schon, man ist ja schon in Rente, die übliche Unterhaltung.

Sterbefälle, die Eigenen und des Nachbars Erkrankungen.

Mühen mit der Verdauung, Probleme beim Wasserlassen….. .

Wer heiratet in Kürze, wer lebt ohne Trauschein zusammen, wer geht fremd, wer lässt sich scheiden.

Der Pfarrer, der am Sonntag wieder mal nicht das wahre Evangelium verkündigt hat.

Nun es ist soweit der Füsseschneider (Podologe) kommt.

Ganz bescheiden im Kleinwagen.

Weiß gekleidet, wie sich’s gehört, zwei große Taschen in den Händen.

„Guck, der Füsseschneider kommt!“ raunt es durch die Runde.

Man hatte Ihn schon vorher erblickt, nur noch ein kleines Weilchen. Zeit genug sich auf den helfenden Gast einzustellen.

Ein letztes richten der Kittelschürze, die Hände fahren nochmal vorsichtig durch die Haare.

Die Männer betont lässig und unaufgeregt. Mann will ja nicht zeigen, das Aufregung aufkommt.

Ein räuspern noch ein hüsteln, die Haustürglocke klingelt, die Frau im Hause drückt den Knopf zum Türe öffnen.

„Einen wunderschönen Tag Frau Heizkörper, ach ja wir hatten uns ja auf Anni geeignet. Wie ist den das Werte Befinden?“

Die Frau des Hauses strahlt erst und lächelt dann ein wenig verschämt.

Solche herzliche Begrüßung ist man nicht gewohnt in diesen Kreisen.

Der ersehnte Gast bescheiden, ganz unprätenzenziös sehr zugewandt, gleichzeitig aber auch sehr professionell im Auftreten.

Was nun folgte:

Vor Beginn der Behandlung, die Füße sorgsam ins Fussbad. Zu diesem Zwecke hatte er sorgsam wie er war eine viereckige Schüssel mitgebracht und neben lauwarmen Wasser, welches die Dame des Hauses bereit gestellt, mit duftendem Badesalz ergänzt. Ein Wohlgeruch bereitet sich in der Küche aus. Ein wenig Fichtenzapfen mit einer Spur Veilchen und Zitrone.

Die erste, natürlich die Gastgeberin. Hausschuhe, Strümpfe ausziehen. Die Füße endlich Mal aus ihrem Gefängnis aus Leder und Wolle befreien.

Das geht nicht, auch nicht bei der steht’s reinlichen Hausfrau, ohne einen gewisse Duftentfalt ab. Ein wenig muffig, und ganz wenig Camembert.

Dann das wohltuende Fussbad. Nicht zu heiß und nicht zu kalt, ganz gekonnt von Füsseschneider bereit.

Nach 3 bis 4 Minuten die Füße aus dem Bade. Wieder, ja fast zärtlich von, nun nennen wir Ihn Theo, herausgehoben und sorgfältig abgetrocknet, auf einen bereitstehenden Schemel vorsichtig gebettet.

Die Zehennägel, ja diese Zehennägel.

Auf eine eigentümliche Weise erzählen sie, für den aufmerksamen Betrachter, vieles über die Lebensgeschichte des Patienten.

Fast übergangslos, so als wolle Theo damit nicht ängstigen, begann er vorsichtig und behende mit einem Skalpell so zu arbeiten, das überflüssige Hornhautschichten weil vom Fussbade weich geworden ohne Mühe abgetragen werden konnten.

Wie kleine Butterflöckchen glitten sie zu Boden, der vorher mit weißen saugenden Krepppapier ausgelegt worden war.

Die Zehennägel ganz behende, mittels einer dafür sehr geeigneten Zange, mit einem vernehmlichen Knack gekürzt.

Er nimmt sich Zeit für diese Arbeit. Behutsam, besonnen und immer freundlich blickend versieht er sein difizieles Handwerk.

Nur zu leicht schneidet man dabei ins „Leben“ wie man sagt, was Ihm, dem Fachmann, fast nie passiert.

Dann nur ganz sachte und vorsichtig das „Nagelhäufchen“ zurückgeschoben.

Dann ganz vorsichtig, die überstehenden Nagelhautchen zurück geschoben.

Mancher Zehennagel ist im Verlauf der Jahre schon arg mitgenommen, vom gehen, laufen stehen eingehängt in ledernen Hüllen.

Zuweilen, an den Rändern gelblich gefärbt, auch in der Mitte gebrochen.

Und dann, leider der Super Gau für alle Zehennägel.

Der Nagelpilz der sich einmal eingenistet, meistens ein Leben lang ein ungebetener Hausgast bleibt.

Die Nägel beginnen allmählich spröde, brüchig zu werde. Mit fortgeschrittenem Verlauf, dann zerbröseln sie regelrecht von aussen ganz allmählich nach innen.

Sehr unangenehm, sehr unansehnlich.

Mit Leidensmiene dann, blickt die betagte Witwe, inzwischen in Behandlung, auf Ihren großen Zeh.

Zug um Zug nun, sind alle leidenden Füße behandelt.

Kastanienduft erfüllt nun den Raum.

Der gute Mensch pflegt schließlich die zuvor Wunden Füße mit einem sahnigen Schaum aus einer Sprühdose.

Ein sahniger duftender Schaum entsteht, unglaublich wohltuend und herrlich duftend.

Dieser dringt schnell ein, beseitigt sogleich dieses unangenehme Spannungsgefühl an den Füßen.

Erleichterung und Dankbarkeit machen sich breit.

„Ein Stückchen Kuchen und ein Tässchen Kaffee?“

„Ja, danke aber nur ein nur ein kleines, muss ja noch weiter.“ Dabei räumte der liebenswürdige Mensch bereits sein chirurgisches Handwerkszeug zusammen.

Er, Menschenfreund, ein Humanist durch und durch.

Bescheiden wie er angekommen war, zog er sich zurück.

„Auf Wiedersehen die Herrschaften, wir sehen uns in sechs Wochen.“

Marburger VokalistInnen – Klassische Musik aus Marburg


Die „Marburger VokalistInnen“ sind ein kleines Ensemble, das 2009 gegründet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, auf hohem Niveau insbesondere a cappella zu singen.

Die Marburger VokalistInnen

Marburger VokalistInnen
Die Stimmgruppen sind in der Regel jeweils mit drei bis vier Choristen besetzt, die alle musikalisch erfahren sind.Dabei reicht die Bandbreite von vier- bis zu achtstimmigen Kompositionen und von Renaissancemusik bis zu modernen Werken und Uraufführungen.So haben die Marburger Vokalisten eispielsweise 2015 im Rahmen einer Konzertreihe im Marburger Schloss einige Werke des Brahms-Schülers Gustav Jenner uraufgeführt.Häufig finden die Konzerte als Benefizveranstaltungen für unterschiedliche wohltätige Zwecke statt.

Konzerte in 2019:

Am Samstag, den 18. Mai 2019, um 19:30 Uhr in der Kirche „Getürms“ in Alsfeld-Billertshausen.

Am Sonntag, den 19. Mai 2019, um 17 Uhr in der Kugelkirche Marburg.

Mendelssohn: Ruhetal Hörprobe

Distler: Ein Stündlein wohl vor Tag… Hörprobe

Brahms: Warum… Hörprobe

Mendelsohn: Herr nun lässest Du… Hörprobe

Am Mittwoch den 26. Juni, 20 Uhr, Kunstmuseum Marburg
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Hatte Karl Marx recht?

Zum Kampftag der Arbeiterklasse

Karl Marx. Er war einer der größten Denker des 19. Jahrhunderts:

„……Linke Ideen, auch der radikaleren Sorte, sind in vielen westlichen Ländern wieder populär – bis hin zur Verstaatlichung von Teilen der Wirtschaft. Gibt bessere Antworten auf aktuelle Probleme…..?“

Quelle:

Der Spiegel

Zitate:
„Aller Mehrwert, in welcher besondern Gestalt von Profit, Zins, Rente usw. er sich später kristallisiere, ist seiner Substanz nach Materiatur unbezahlter Arbeitszeit.“

„Der Arbeitslohn wird also durch dieselben Gesetze bestimmt, die den Preis jeder andern Ware bestimmen.“

Karl Marx

Zum Kampftag der Arbeiterklasse

Die Internationale

Frühlingserwachen?

Der Frühling kommt

Der Frühling kommt was bringt er dir
Sonne die Du meidest

Helligkeit die Unruh schafft
Weil außen bunt und innen grau und fad und alt

Licht das den Schmutz der Ecken lüftet
Es zeigt den Restedreck aus all den Jahren

Der angesammelt sich als Lebenskehricht

Vogelzwitschern laut und schrill

Farbe deren Pracht so schnell
verschwindt und Wärme die zur Schwüle neigt

Aufbruch die Gewohnheit raubt
doch eigentlich sich alles immer gleicht

Seelenschmerz weil Neues trügt

Alle lieben diese Zeit von Anbeginn
Er nicht, ist wohl ein rechter Sonderling

Schma Jisrael – Höre Israel

Pessach Bedecke Deine Augen mit der rechten Hand und spreche so:

Höre Jisrael, der Ewige ist unser G-tt, der Ewige ist einzig.

Der folgende Vers wird leise gesagt:
Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Reiches für immer und ewig.
Du sollst den Ewigen, deinen G-tt, lieben mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft.

Diese Worte, die Ich dir heute befehle, seien in deinem Herzen, schärfe sie deinen Kindern ein und sprich davon, wenn du in deinem Haus sitzest, und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst. Binde sie zum Zeichen an deine Hand, sie seien zum Stirnschmuck zwischen deinen Augen.

Schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore.
Es wird sein, wenn ihr auf Meine Gebote immer hören werdet, die Ich euch heute gebiete, den Ewigen euren G-tt zu lieben und Ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, so werde Ich den Regen eures Landes zur richtigen Zeit geben, Frühregen und Spätregen, du wirst dein Getreide einsammeln, deinen Most und dein Öl.

Ich werde das Gras auf deinem Feld für dein Vieh geben; du wirst essen und satt werden.

Hütet euch, dass euer Herz nicht verführt werde und ihr abweichet und Göttern der anderen dienet und euch vor ihnen bückt.

Der Zorn des Ewigen wird dann gegen euch entbrennen, Er wird den Himmel verschließen, dass kein Regen komme, und der Erdboden wird seinen Ertrag nicht geben; ihr werdet bald aus dem guten Land schwinden, welches der Ewige euch gibt.

Leget diese, Meine Worte, in euer Herz und in eure Seele, bindet sie zum Zeichen an eure Hand, und sie seien zum Stirnschmuck zwischen euren Augen. Lehret sie eure Söhne, davon zu sprechen, wenn du in deinem Haus sitzest und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore.

Damit eure Tage und die Tage eurer Kinder sich mehren auf dem Boden, den der Ewige euren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der Erde.
Der Ewige sagte zu Mosche, damit er es lehre: Rede zu den Kindern Jisrael und sage ihnen, sie sollen sich Zizit (Schaufäden) an die Ecken ihrer Kleider machen für alle ihre Generationen, und sie sollen an die Zizit der Ecke einen Faden himmelblauer Wolle geben.

Es sei euch zu Zizit, damit ihr sie sehet und euch an alle Gebote des Ewigen erinnert und sie erfüllt, und späht nicht nach eurem Herzen und euren Augen, denen nachfolgend ihr Mir untreu werdet.

Damit ihr all Meiner Gebote gedenkt und sie erfüllt und eurem G-tt heilig werdet.

Ich bin der Ewige, euer G-tt, der Ich euch aus dem Land Ägypten geführt habe, um euch zum G-tt zu sein, Ich bin der Ewige euer G-tt.

In Hebräisch Transliteration:
Bedecke Deine Augen mit der rechten Hand und spreche so:
Schma Israel, A-donaj E-lohejnu, A-donaj Echad.

Der folgende Vers wird leise gesagt:
Baruch schem kwod malchuto leolam waed.
We’ahawta et A-donaj E-lohecha, bechol lewawcha, uwechol nafschecha, uwechol meodecha. Wehaju hadwarim haeleh ascher anochi mezawecha hajom, al lewawecha. Weschinantam lewanecha wedibarta bam, beschiwtecha bewejtecha, uwelechtecha baderech, uweschachbecha uwkumecha. Ukschartam leot al jadecha, wehaju letotafot bejn ejnecha. Uchtawtam al mesusot bejtecha, uwischarecha.
Wehaja im schamoa tischmeu el mizwotaji ascher anochi mezaweh etchem hajom, leahawa et A-donaj E-lohejchem ulawdo, bechol lewawchem uwechol nafschechem. Wenatati metar arzechem beito jore umalkosch, weasafta deganecha wetiroschcha we’jizharecha. Wenatati esew besadcha liwhemtecha, weachalta wesawata. Hischamru lachem pen jifte lewawchem, wesartem wa’awadtem E-lohim acherim wehischtachawitem lahem. Wechara af A-donaj bachem we’azar et haschamajim welo jihjeh matar we’ha’adama lo titen et jewula, wa’awadtem mehera meal ha’arez hatowa ascher A-donaj noten lachem. Wesamtem et dewaraj eleh al lewawchem weal nafschechem, ukschartem otam leot al jedchem wehaju letotafot bejn ejnechem. Welimadtem otam et bnejchem ledaber bam, beschiwtecha bewejtecha uwlechtecha baderech uweschachbecha uwkumecha. Uchtawtam al mesusot bejtecha uwischarecha. Lema’an jirbu jemejchem wimej wenejchem al ha’adama ascher nischba A-donaj la’awotejchem latet lahem, kimej haschamajim al ha’arez.
Wajomer A-donaj el Mosche lemor: Daber el benej Israel we’amarta alejhem we’asu lahem Zizit al kanfej bigdejhem ledorotam, wenatnu al Zizit hakanaf ptil tchelet. Wehaja lachem leZizit uritem oto, uschartem et kol mizwot A-donaj, wa’asitem otam, welo taturu acharej lewawchem we’acharej ejnechem ascher atem sonim acharejhem. Lema’an tiskeru wa’asitem et kol mizwotaji, wihitem kedoschim le’e-lohejchem. Ani A-donaj E-lohejchem ascher hozeti etchem me’erez Mizrajim lihjot lachem le’e-lohim, A-ni A-donaj E-lohejchem. Emet

Bunte Runde

Bunte Runde laut und schrill
Leiber duftend Haare schillernd

Augen voller Anmut strahlen
Münder von Verlockung künden

Reden denkend ständig
Künden süß fast nur Banales
Du fällst drauf rein und hörst‘s voll Lust

Doch steckt dahinter oft Berechnung.
Hör näher hin lass dich nicht blenden
Auch Gift und Galle sind oft süß

Merk auf mein Freund,
schmeckst nur Glasur;
und innen wird es bitter.

Duften, lockend
Augen strahlend.
Haut wie Alabaster schimmert
Münder schwellen sanft
Merk auf mein Freund
Halt dich zurück
Denn manchmal wird es bitter
Merk auf meine Freund:
Du bist es selbst.
Gib acht.

Die Aktivistin

Die Menschenrechtsaktivistin Nicole Preuss aus Marburg im DER SPIEGEL Nr.15/19:

Mit Ihrem herausragenden ehrenamtlichebürgerschaftlichen bürgerschaftlichen Engagement gibt Sie ein nachahmenswertes Beispiel für den Einsatz für die #Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Nicole Preuss ist Mitglied bei der Lebenshilfe Marburg.

Sie ist unermüdlich arbeitende ehrenamtliche Vorsitzende der Marburger Vereins Down-Syndrom 21 Aktive Mitglieder gesucht!
http://www.downsyndrom21-marburg.de

Sie ist aktives Mitglied der Lebenshilfe Marburg
https://www.lebenshilfewerk.net
Ebenfalls aktive Mitglieder gesucht.

Als Vorstandsmitglied des Lebenshilfe Landesverbandes Hessen ist Sie ebenfalls ehrenamtlich tätig.
https://www.lebenshilfe-hessen.de/de/landesverband/vorstand.html

Ni­co­le Preuss hat ih­ren Sohn Dario ge­nannt
Der Name be­deu­tet: das Ge­schenk. Er lässt sich leicht aus­spre­chen, auch von be­son­de­ren Kin­dern….

Ich habe viel geheult
Dario kam vor fast neun Jah­ren mit dem Down­syn­drom zur Welt. »Ich war sau­er, als ich das in der Schwan­ger­schaft er­fah­ren habe«, sagt Preuss. »Ich habe viel ge­heult.« Tat­säch­lich gab es ein paar Tage, in de­nen sie über­leg­te, ob es sich über­haupt loh­ne, das Ba­by­jäck­chen aus wei­ßem Ted­dy­plüsch zu be­hal­ten, das im Gäs­te­zim­mer der El­tern be­reit­lag…..

Ein Kind mit Behinderungen macht man nicht weg
Dass es Dario gibt, hat auch da­mit zu tun, dass Ni­co­le Preuss wäh­rend ih­rer Schwan­ger­schaft gleich zwei­er­lei er­fuhr. Ihr Kind wür­de be­hin­dert sein. Und ein Jun­ge. Ein We­sen, des­sen Ge­schlecht man schon kennt, macht man nicht weg, so sah sie das schließ­lich.

Danke wir haben uns anders entschieden
Heu­te be­rät Preuss Schwan­ge­re, die sich mit der Fra­ge quä­len, ob sie ein be­hin­der­tes Kind zur Welt brin­gen wol­len. Sie lädt die Frau­en und ihre Part­ner ein, und sie stellt ih­nen Dario vor, der auf ei­nem Stuhl vor der Kaf­fee­ma­schi­ne steht und die Tas­sen füllt. Es kommt vor, dass die Frau­en ein paar Wo­chen spä­ter an­ru­fen und sa­gen: »Dan­ke, wir ha­ben uns an­ders ent­schie­den.«

Was wollen Sie denn mit so einem Kind
Ni­co­le Preuss sagt, sie ken­ne zu vie­le Schwan­ge­re, die ei­nen be­stimm­ten Satz hö­ren und nicht mehr ver­ges­sen: »Was wol­len Sie denn mit so ei­nem Kind?« Als sie selbst schwan­ger war, gab es den Blut­test noch nicht, doch wenn die Spra­che dar­auf kommt, reckt Ni­co­le Preuss den Mit­tel­fin­ger der lin­ken Hand: »Das Pro­blem be­ginnt mit den Ärz­ten«, sagt sie.

Der Gynäkologe verstummte
Sie habe selbst er­lebt, er­zählt Preuss, wie es ist, wenn der Gy­nä­ko­lo­ge beim Ul­tra­schall ver­stummt. Wenn der Hu­man­ge­ne­ti­ker bei der Pflicht­be­ra­tung auf den Bo­den starrt, Vor­er­kran­kun­gen in der Fa­mi­lie ab­fragt, über Wor­te wie »Mo­sa­ik-Tri­so­mie« oder »Trans­lo­ka­ti­ons-Tri­so­mie« do­ziert und dass das ein­zig Auf­mun­tern­de sei, dass be­trof­fe­ne Kin­der gute Über­le­bens­chan­cen hät­ten.

Die Aktivistin Ni­co­le Preuss ver­teilt jetzt die ei­ge­nen Fly­er ih­rer Mar­bur­ger El­tern­in­itia­ti­ve. »Viel­leicht sind Sie er­staunt dar­über, dass wir Ih­nen zu Ih­rem Baby gra­tu­lie­ren?«, steht dar­in. »Wir ver­ste­hen Ihre Trau­rig­keit, Ih­ren Schmerz, weil wir dies ge­nau­so er­lebt ha­ben.« Aber die­sen Schmerz will Preuss nicht so ste­hen las­sen.

Die Kritikerin
Es gibt ei­ni­ges, was sie nicht ak­zep­tie­ren will. Dass El­tern ih­ren Arzt ver­kla­gen, weil der in der Schwan­ger­schaft nicht be­merkt hat, dass ihr Kind das Down­syn­drom hat. Dass der Bun­des­ge­richts­hof den Un­ter­halt für ein be­hin­der­tes Kind als Scha­den wer­tet, für den ein Me­di­zi­ner un­ter Um­stän­den haf­ten muss. »Un­vor­stell­bar«, sagt Preuss. »Mein Sohn soll ein Scha­den sein?«

Dario ist Borussia Dortmund Fan
Dario, der sei­ne Bo­rus­sia-Dort­mund-Bett­wä­sche liebt. Dario, der an die­sem Fe­bru­ar­abend sein Play­mo­bil-Pi­ra­ten­schiff über den Tep­pich se­geln lässt, um eine Prin­zes­sin zu ret­ten. Dario, der im Mai ein vier­tes Mal am Her­zen ope­riert wer­den muss. Dario, der noch nicht weiß, was Tri­so­mie 21 ist. »Dario hat im Kopf ei­nen lee­ren Ord­ner mit der Auf­schrift Down­syn­drom ab­ge­legt«, sagt Ni­co­le Preuss. »Er weiß, dass er das hat. Er kann an­de­re Kin­der mit dem Down­syn­drom er­ken­nen. Aber er weiß noch nicht, was das be­deu­tet.“ *
*Quelle:
DER SPIEGEL 15/19

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DER SPIEGEL Nr. 15/19

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Comedian Harmonists – In einem kühlen Grunde

Unvergessen

😢

Text:
In einem kühlen Grunde
Da geht ein Mühlenrad
Mein’ Liebste ist verschwunden,
Die dort gewohnet hat.
Sie hat mir Treu versprochen,
Gab mir ein’n Ring dabei,
Sie hat die Treu’ gebrochen,
Mein Ringlein sprang entzwei.

Ich möcht’ als Spielmann reisen
Weit in die Welt hinaus,
Und singen meine Weisen,
Und geh’n von Haus zu Haus.

………….
Hör’ ich das Mühlrad gehen:
Ich weiß nicht, was ich will —
Ich möcht’ am liebsten sterben,
Da wär’s auf einmal still![9]

Joseph von Eichendorff

Sommerkonzert 2018 Marburger Bachchor 😎

Comedian Harmonists

„Wenn der Wind des Wandels weht…. !“

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen!
Chinesisches Sprichwort

In welcher Gesellschaft wollen wir Leben?

60 Jahre Lebenshilfe Marburg im Jahre 2019

LebenshilfeMarburgBiedenkopf
#Aufbruch
#Bürgerrechtsbewegung
#Backtotheroots
Hut ab!!!
Nicole Preuss Roland Wagner Bernhard Conrads Ursula Köpf-Veldkamp
Mitglied werden!!!
Ich bin auch wieder dabei

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10210156289823251&id=1818827632

„2017 steht der Welt-Down-Syndrom-Tag unter dem Motto „Meine Stimme, meine Gemeinschaft“.

Der Europäische Dachverband EDSA spitzt den Gedanken zu und sagt „Meine Stimme zählt!“.

Doch werden die Stimmen von Menschen mit Down-Syndrom wirklich gehört?

Zählt das, was sie zu sagen haben?

Zählt überhaupt ihr Recht auf Leben?

Durch die Pränataldiagnostik, besonders seit der Einführung des nicht-invasiven PraenaTest® (2012), sind Menschen mit Down-Syndrom in den Fokus der Gesellschaft geraten.

Aktuell prüft der Gemeinsame Bundes ausschuss (G-BA), ob der Test in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wird.

Das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter will angesichts dessen zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung beitragen und macht mit seiner Aktionskarte zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2017 deutlich:

Etwa 10 % der Elternpaare entscheiden sich für ihr Kind nach einer positiven Pränatal-Diagnose auf Trisomie 21. Ihre Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Rückhalt in Partnerschaft, Familie und Freundeskreis, von einer kompetenten ärztlichen Beratung, direktem Kontakt zu anderen Eltern, die Kinder mit Down-Syndrom großziehen, und von dem Wissen um eine professionelle Unterstützung – ein Leben lang.

All das bestärkt Eltern in ihrem positiven Entschluss. Die Stimme von Menschen mit Down-Syndrom zählt dann, wenn wir uns zu einer gesellschaftlichen Haltung durchringen, in der ihr Leben nicht als Risiko für die Familie oder für die Gesellschaft bewertet wird.

„Ein Kind mit Down-Syndrom ist genauso zu hundert Prozent das Kind seiner Eltern wie jedes andere Kind auch. Hinsichtlich seines Bestandes an Genen ist es zu 99 Prozent genauso doppelt bestückt wie andere Kinder auch.

Das eine Prozent „Mehr“ an Genen für Chromosom 21 lässt auf einigen Gebieten Probleme erwarten – etwa hinsichtlich des Entwicklungstempos –, auf anderen Gebieten sind Probleme möglich, aber nicht sicher – etwa hinsichtlich Herzfehler –, und auf vielen Gebieten sind keine Probleme zu erwarten, etwa hinsichtlich des Hineinwachsens in den sozialen Familienverband.“
Quelle: DS-Info Center

So auch am 21.03.17 das Lebenshilfe Werk Marburg auf dem historischen Marktplatz der Universitätsstadt Marburg.

Eine bunt gemischte Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung aus ganz unterschiedlichen Organisationen.

Doch seht selber:

Es geht voran!

Die nächsten Schritte:

  • Aktion: Wir. Sprechen. Mit. Des @LebenshilfewerkMarburgBiedenkopf_e.V.
  • Gefördert von @aktionmensch