Brands – Grenzen aus

Was sind deine Lieblingsmarken und warum?

Keine!

Für mich ziemlicher Unsinn. Ich bin nicht in der Lage mich über ein Markenprodukt zu definieren. Warum auch? Wo ist da der Sinn? Markenprodukte haben meiner Meinung nach nur einen Aufgabe:

Durch die Bindung an eine Marke (Brand), soll Kundentreue erzeugt werden. Das steigert wohl den Profit?

Wirklich schlimm ist diese Form der Vermarktung für Kinder und Jugendliche. Bist Du nicht in der Lage ein teures Markenprodukt zu tragen, gehörst Du nicht dazu. Bist isoliert, gehörst der Gruppe der Brandträger an.

Du bist ausgegrenzt wenn Du keine teuren Markenschuhe tragen kannst. Du wirst zum Außenseiter.

Der ganze Schulhof lacht und macht sich lustig über Dich.

Das kann zu Mobbing Attacken führen. Kinder gheringverdienende Familien geraten und Abseits.

Da bleibt vielen nur eins. Stehlen um eine teure Jeans tragen zu können.

Schlimm. Eigentlich ein Skandal.

Da lobe ich mir die alten Schuluniformen. Jeder trägt die gleiche Kleidung.

Standes und Klassenunterschiede sind nicht von vornherein sichtbar.

Was sagen Sie dazu?

Zitate

Gibt es ein Zitat, nach dem du dein Leben lebst oder an das du oft denkst?

Ja, sogar zwei:


Ad Portum itur per Procellas

Zum Hafen gelangt man durch Stürme Votum der Freimaurerloge Ludewig zur Treue im Orient zu Gießen

Sapere aude

(Sei steht’s bemüht Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen)

Leitspruch der Aufklärung Imanuel Kant

Imanuel Kant

Goethe sagt dazu

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Frei nach Goethe:

„Wie willst Du wissen wo Du hin willst, wenn Du nicht weißt wo du herkommst „

Im Übrigen: Ist die Frage nicht ganz richtig gestellt. Besser wäre: Wo sehen WIR uns in 10 Jahren?

Der Mensch lebt nicht aus sich selbst. Er existiert nicht für sich alleine. Alleine mit Hedonismus werden wir nicht weiterkommen.

Das WIR ist wichtig. Nur das WIR kann auf Dauer bestehen. Zum Nutzen und Frommen aller Menschen

Warum Ehrenamt so wichtig ist

Wie würdest du deine Community verbessern?

Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt

Rede von Erika Schmidt anlässlich des Bundeskongresses zum Thema Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement bei der Lebenshilfe Bundesvereinigung in Berlin im Jahre 2016:

Manche Menschen denken, Menschen mit Behinderungen wären ganz einfach nur dumm.

Aber Dummheit was ist das eigentlich?
Ich habe lange darüber nachgedacht.
Dann habe ich ein kurzes Gedicht geschrieben.

Das ist nicht in einfacher Sprache.

Das Gedicht ist zum weiter nachdenken gemacht.

Und zum weiter-reden.

Die „Dummheit“
Dummheit die sich als Einfalt zeigt die liebe ich.
Sie nennt den Augenblick und staunt.
Fragt nicht woher fragt nicht wohin.
Ist ohne List und ohne Arg.
Sie staunet nur.
Beim ersten Staunen schon.
Da wird sie klug.
Und ahnt es nicht.

Das war mein kleines Gedicht.
Ich hoffe Es hat Euch gefallen… .

Zum Gedächtnis an Herrn Ginsterburg Religionslehrer

Welcher Lehrer hat dich am meisten beeinflusst? Warum?

Aus der Erzählung Pudingabitur.

Mein Spitzname ist:

ORRE

Diese Geschichte ist meinem Religionslehrer gewidmet. Ein aufrechter Humanist RiP, leider oft verkannt und verlacht .

In der Puddingschule, die er während dieser Zeit drei mal die Woche besuchte, gab es das Fach Religion. Eines jener Fächer, daß Ihn wirklich interessierte. Abgehalten von einem gewissen Herrn Ginsterburg, einen Lehrer Anfang sechzig, mit wirren spärlichen Harren, mit schlechter Reputation bei den Schülern. Er fand, vollkommen zu unrecht. Er trug nicht vor, sondern ließ zu bestimmen Themen diskutieren. Die Themenstellungen waren sehr unterschiedlich, berührten unterschiedlichen Themenstellungen, vor allem ethische aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Es waren vor allem ethische, gesellschaftlich politische Fragestellungen….“ .

„Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch“ Berthold Brecht

Was beunruhigt dich am meisten?

Populismus

Liebe Facebook Leserinnen und Leser, liebe Leser*innen meines Blogs


Im Zuge der Fastenzeit habe ich meinen Facebook Konto deaktivieren!


Dafür gibt es viele Gründe.
Zum einen ist Facebook ein Lebenszeit Fresser.
Facebook bildet keine verlässlichen Informationsquellen für wirklich wichtige Dinge
Facebook trägt nicht dazu bei eine Meinungsbildung zu fördern die auf einen ehrlichen Diskurs unterschiedlicher Auffassungen ausgelegt ist.

Eher im Gegenteil:
Facebook trägt zu einer vereinfachenden einseitigen Sicht der verschiedenen Auffassungen und Haltungen bei.


Facebook trägt nicht zu einem konstruktiven Miteinander bei.
Facebook spaltet, Gruppen, Organisationen, ja sogar verwandtschaftliche und familiäre Bezüge.

Facebook trägt zu einer Barbarisierung der sprachlichen Umgangsformen bei.


Facebook wird rein kommerziell betrieben.

Nicht der Mensch, sondern der Profit steht im Vordergrund.
Daran möchte ich mich fürderhin nicht mehr beteiligen.

Trauer oder Zorn?

Wofür entscheidet Ihr euch? Ich entscheide mich für Zorn.

P.S.: Wenn Ihr weiterhin die Beiträge auf meinem Blog lesen wollt.
Einfach mal reinschauen.


Etwas alle 4 Wochen erscheint ein neuer Beitrag.
http://www.arminherzberger.com
Seid herzlich gegrüßt.

Eine kleine Vogelkunde

Mit welchem Tier würdest du dich vergleichen und warum?

Eine kleine Vogelkunde

Ich entscheide mich für den „Trampelbock“

Trampelbock

Von Trampelböcken und Quälhölzern

Willkommen im Klippdachsland

Du schreibst deine Autobiographie. Wie lautet dein Eröffnungssatz?

Mein Eröffnungssatz, der gleichzeitig als Überschrift gilt, lautet:

„Willkommen im Klippdachsland

Meine Erzählung betrachtet die vergangen 60 Jahre, vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Zeitenwende, angefangen in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis in die Gegenwart, begleitet von autobiographischen Ereignissen und Erlebnissen.

Dabei lege ich auf bestimmte Formen des Erzählens wert. Das ist mir wichtig.

Ich schreibe mit eigenen lyrischen, satirischen, und gesellschaftskritischen Texten, gelegentlich auch vor dem Hintergrund von theologischen und auch psychoanalytischen Deutungen. Zitate sind immer besonders gekennzeichnet.

Landschaften, Architektur sowie die Sinneseindrücke der Jahreszeiten spielen bei mir eine bedeutende Rolle. Der Herbst und vor allem der Winter kommen dabei besondere oft zur Geltung. Die meisten meiner Erzählungen spielen in dieser Zeit.

Am wichtigsten aber ist mir der Geruchssinn, sagt er doch über das eigentliche Sosein oft mehr aus alle übrigen Sinne.

Viele Geschichten und Gedichte vermitteln ein graues, düsteres Bild. Auch das geschieht nicht ohne Grund.

Sagt man doch, ein Mensch der schreibt könne eigentlich nur jenes gut zu Papier bringen, was er fühlt, denkt und empfindet. Dem bin ich beim Schreiben nachgekommen. Hier ein Beispiel:

Der schwarze Hund

Wer einen unbeschwerten, leichtfüßigen ungezwungenen Lesestoff sucht, ist hier wahrscheinlich nicht an der richtigen Stelle.

Meine Texte mögen gelegentlich recht eigenartig und sperrig erscheinen. Nicht selten bediene ich mich satzweise dem mittelhessischen Dialekt meiner Heimat. Das mag den Leser gelegentlich kryptisch erscheinen.

Ich tue dies jedoch mit voller Absicht, auch um manche Eigenartigkeiten der Menschen dieses Landstriches literarisch zu fassen.

Meine Geschichten variieren das Thema Heimat in vielfältiger Weise.

Ein großes Vorbild ist mir dabei der Schöpfer des Film-Epos „Heimat“, Edgar Reitz geworden.

„Ad Portum itur per Procellas“

Zum Hafen gelangt man durch Stürme

Eine Projektbeschreibung aus dem Jahre 2008 zum Thema: Inklusion, bürgerschaftliches Engagement und Bürgerrechte.

Schon ein Weile her, aber immer noch aktuell. Inklusion als andauernde gesellschaftpolitische Aufgabe, vor dem Hintergrund der UN-BRK. Hier in leichter Sprache

Inklusion ist ein Prozess
Welche Idee stand zu Beginn der Möglichkeitsdenker?
Bei einem anschließenden Abendessen zeigt sich Erika Schmidt zufrieden mit der vorangegangenen öffentlichen Veranstaltung.
Sie war 2011 eine der GründerInnen der Möglichkeitsdenker. Erika Schmidt ist Nutzerin, wie in Deutschland Lebenshilfe-KundInnen genannt werden, des ambulant unterstützten Wohnens im nahe gelegenen Ort Netphen.
Hier hat sie gemeinsam mit anderen BewohnerInnen 2004 drei inklusive Freiwilligenprojekten initiiert:
den Netphener Tisch, eine Lebensmittelausgabe für Hilfsbedürftige,
den Netphener Mittagstisch, wo für dieselbe Zielgruppe gekocht wird,
und die Krabbelgruppe „Die Rasselbande“.

Außerdem unterstützen die AktivistInnen ein Schul-Projekt in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.
Was dieses Engagement für die Beteiligten bedeutet, wird klar, wenn man Erika Schmidt über „ihre Rasselbande“ reden hört.
Mit großer Begeisterung zeigt sie Kinderbücher und Spielzeug, erzählt vom Ausflug zum Spielplatz.
Eine liebevollere Betreuung ist für die Eltern, die derweil ihre Einkäufe erledigen können, kaum vorstellbar.
Schwere leichte Sprache:
Auch mit komplexen gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigen sich die Möglichkeitsdenker.
Bei einer ihrer Jahrestagungen war etwa die Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt Thema.
Wissenschaftlich beraten werden sie vom Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste der Universität Siegen, deren Sprecher Albrecht Rohrmann Mitglied der Möglichkeitsdenker ist.
Lernen können dabei beide Seiten, denn Voraussetzung für alle Veranstaltungen ist das Verwenden einer einfachen Sprache.
Dass die auch Wissenschaftler erlernen können, haben die Möglichkeitsdenker gezeigt – wie so viel anderes unmöglich Scheinende auch.
„Jeder Mensch kann etwas beitragen zu einer Gemeinschaft, die Vielfalt wertschätzt und Teilhabe für alle aktiv ermöglicht. Freiwilliger Einsatz ist ein Baustein unserer Gesellschaft.“ sagt Armin Herzberger:
„Inklusion ist eine Leitidee, an der wir uns orientieren und an die wir uns kontinuierlich annähern, selbst wenn wir sie nie vollständig erfüllen können. Inklusion ist kein Ergebnis, sondern ein Prozess. Die Lebenshilfe Möglichkeitsdenker sind angetreten, an dieser Aufgabenstellung konsequent und praxisorientiert gemeinsam mit Menschen mit Einschränkungen zu arbeiten – und zwar von Anfang an.
Wie sind Sie auf das Thema Freiwilligenarbeit gekommen?
Zu unserer Gesellschaft gehört auch das Recht auf freiwilligen ehrenamtlichen Einsatz.
Jeder Mensch ist einmalig.
Und, jeder Mensch kann etwas beitragen zu einer Gemeinschaft, die Vielfalt wertschätzt und Teilhabe für alle aktiv ermöglicht. Freiwilliger Einsatz ist ein Baustein unserer Gesellschaft.
Er erfüllt die besten Ziele:
Das Streben nach Frieden,
Freiheit,
Lebenschancen,
Sicherheit und
Gerechtigkeit
für alle Menschen.

Welche Stolpersteine gibt es dabei? Bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung gelten vielfach immer noch als Betätigungsfeld der gebildeten Mittelschicht.
Von ausgegrenzten, diskriminierten und beeinträchtigten Menschen als bürgerschaftlich Engagierte und politisch Aktive ist fast nichts zu hören.
Vor allem bei Menschen mit seelischen Erkrankungen, Menschen mit Lernschwierigkeiten
und sozial isoliert lebenden Menschen bestehen noch viele strukturelle, materielle und kulturelle Barrieren.
Dem gilt es entgegenzuwirken.“

Quelle:
Lebenshilfe Graz
2017

Nachmittags fischen

Ein Beitrag zum Thema Arbeit: Es beginnt schon damit wie Arbeit zu definieren ist. Ist es Lohnarbeit oder sinnhaftes Tätigsein zum Nutzen aller. Oder gar beides?

Menschen in der Arbeitswelt

Eine Utopie:

… die lohnabhängige Arbeit durch »freie Tätigkeit«zu ersetzen oder zu ergänzen.

Sie werde jedem einzelnen ermöglichen, »heute dies, morgen jenes zu tun:

morgens zu jagen,

nachmittags zu fischen,

abends Viehzucht zu treiben,

nach dem Essen zu kritisieren, (zu philosophieren)

wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“

Quelle:Der SPIEGEL 53.65 – Thema: Marxismus und Arbeitswelt